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Großer Preis für Mynou Diederichsmeier in Sommerstorf

Mynou Diederichsmeier aus Dallgow freute sich diebisch. Die 25 Jahre junge Amazone siegt mit dem elf jährigen Holsteiner Wallach Chavarie. Lohn der Mühe für die Reiterin ist ein nagelneuer VW Golf.

  
Den fuhr Mynou erst mal Probe auf dem Turnierplatz vor rund 4000 Zuschauern, die Heimfahrt mit dem PKW wird allerdings Vater Klaus Diederichsmeier antreten und das hat einen ganz praktischen Grund: „Papa hat keinen LKW-Führerschein, also muss ich die Pferde fahren und er nimmt den Golf.“

„Papa“ hat auch doppelten Grund zur Freude, denn der Vater zweier erfolgreicher Töchter im Springsattel ist Züchter des Holsteiner Wallachs Chavarie, von dem die Familie lange Zeit dachte, der werde kein so erfolgreiches Springpferd. „Er hatte wirklich lange Probleme mit seinen langen Beinen. Erst jetzt ist er so ein patentes Pferd,“ erzählte Mynou Diederichsmeier. „Mama hatte uns verboten ihn zu verkaufen – das war richtig.“ Nun hat Mynou neue Ziele: „In den vergangenen Jahren bin ich schon zweimal Fünfte bei den Deutschen Meisterschaften geworden, jetzt soll es mal eine Medaille werden.“

Ganz überlegt ist die 25-jährige ins Stechen mit zehn Mitbewerbern gegangen. Vorsicht am letzten Sprung walten lassen war die Devise, Distanzen schaute sie sich bei Michael Kölz (Leisnig) genau an, dessen Lewinski einen ähnlich großen Galopp hat. Gleich nach dem Erfolg rief sie wie immer die große Schwester Mylene an. „Die wollte das erst gar nicht glauben. Sie ist selbst gerade Dritte in Pforzheim geworden.“

Rang zwei ging an den Chefbereiter der Reitanlage Alter Landsitz Sommerstorf. Richard Robinson war nur wenig langsamer mit Lysander, als Mynou Diederichsmeier. Dritter wurde Andreas Ripke (Steinfeld) mit Leontes.

Eine gute Bilanz zog auch Turnierleiter Jens Vogt, der erstmals allein für den KMG CUP in Sommerstorf verantwortlich zeichnete und viel Lob einheimsen konnte. „Über 10.000 Zuschauer hatten wir, nicht ganz das Ergebnis des Vorjahres, aber das Wetter am Samstag hat den einen oder anderen Zuschauer gekostet,“ ist sich Vogt sicher. Am Sonntag strömten bereits am Vormittag soviele Menschen auf das Gelände, dass die überdachten Tribünen innerhalb kürzester Zeit voll waren. So früh wie im Jahr 2009 fand der KMG CUP zuvor noch nicht statt. Im kommenden Jahr – da sind sich Vogt und der Chef der KMG Kliniken AG, Dr. Wolfgang Neubert einig – soll zum 10. KMG CUP noch „eine Schippe“ draufgelegt werden. Ganz persönliche Freude verbreiteten die Bereiter der Reitanlage Alter Landsitz Sommerstorf: Robinson mit dem zweiten Rang im Großen Preis, sein Kollege Martin Wißenbach gewann gleich drei Springen bei den vier Turniertagen.

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