CVI Stadl Paura 2011: Deutsche Voltigierer auf Platz drei im Nationenpreis
Nach insgesamt fünf Wettkampftagen standen die Sieger des CVIs im österreichischen Stadl Paura, mit 150 Einzelstartern und 20 Mannschaften aus zwölf Nationen das weltweit größte internationale Turnier im Jahr 2011, in acht Prüfungen fest.
Der 18-Jährige Benjamin Kley war mit seinem Pferd Kontra und Longenführerin Corinna Mauff in fast allen Durchgängen nicht zu schlagen. Lediglich im abschließenden Kür-Durchgang stand die Nummer eins nicht hinter seinem Namen. Dafür im Endklassement. Mit 7,629 Punkten hielt der einzige deutsche Teilnehmer die beiden Österreicher Ramin Simon Rahimi (7,506) auf Royal Salut und Florian Haidegger (7,278) auf Black Beat auf Abstand. Mit dem Sieg hatte Kley nicht gerechnet. „Das kam überraschend“, sagte der junge Mann, der mit dieser Leistung auf der großen internationalen Bühne einen weiteren Schritt in Richtung EM-Teilnahme in Le Mans (16. bis 21. August) gemacht hat. „Das ist in diesem Jahr mein großes Ziel“, verriet das Nachwuchs-Talent. Um in Frankreich dabei zu sein, muss Kley mindestens die Nummer drei in Deutschland sein. Derzeit stehen vier Namen auf der Longlist. Die endgültigen EM-Tickets werden beim CVI in Krumke vom 17. bis 19. Juni vergeben.
Die Dominanz der Gastgeber in Stadl Paura verdeutlichte sich am stärksten bei den Einzel-Juniorinnen. Unter die ersten 13 Plätze konnte sich lediglich eine Nicht-Österreicherin schieben: Vize-Europameisterin Silvia Stoppazzini aus Italien mit Rang zwei und 7,770 Punkten. Am Sieg der amtierenden Europameisterin Daniela Fritz führte bei diesem CVI aber kein Weg vorbei. Die 15-Jährige siegte in beiden Umläufen auf ihrem Pferd Caramel und verbuchte am Ende 8,045 Zähler. Die deutschen Teilnehmerinnen Jenny Spillmann (Bad Wimpfen) auf Regent (Longenführerin Andrea Blatz) und Lina Wegener (Krevese) auf Pikkolo (Marion Schulze) landeten auf den Rängen 14 und 25. Cindy Böhmer (Zedan), ebenfalls auf Pikkolo am Start, brach den Wettbewerb nach Durchgang eins aufgrund einer Sprunggelenksverletzung auf Platz 18 liegend ab und gab dem Start mit ihrer Krumker Mannschaft Vorrang.
Den Auftakt des österreichischen Triumphzuges hatte das Juniorteam VG Club 43 gemacht. Die U16-Mannschaft um Longenführerin Karen Asmera lag bereits nach der Pflicht an der Spitze des Feldes. Mit dem Sieg im finalen Kür-Umlauf sicherte sich der amtierende Junioren-Europameister auf Dionysos mit einer Wertnote von 7,303 Punkten den Gesamtsieg vor „La Camilla“ aus Italien (7,193) und dem Team „Harlekin“ aus der Schweiz (7,150). Auf Medaillenkurs lag zwischenzeitlich auch das deutsche Team des RVV Schenkenberg. Die sächsischen Voltigierer um Longenführerin Tanja Mazur hatten sich nach Rang fünf in der Pflicht mit einem souveränen Sieg im ersten Kürumlauf auf Platz zwei des Feldes geschoben. Im abschließenden Durchgang am Sonntag konnten die jungen Damen die Leistung auf ihrem 14-jährigen Hannoveraner-Schimmel Gerold jedoch nicht bestätigen und rutschten im Endergebnis auf Platz vier ab (7,043). Der zweite Vertreter aus der Bundesrepublik, das Juniorteam Büren, landete mit einer Wertnote von 6,927 Zählern auf Rang sechs. Die Westfalen um Longenführerin Alexandra Blauschek, die auf ihrem Pferd Faivel an den Start gegangen waren, zeigten ebenfalls im ersten Kürdurchgang ihre beste Runde, platzierten sich dort auf Rang vier. Insgesamt neun Juniorteams waren im Wettbewerb angetreten.
Elf Mannschaften, darunter drei Teams unter der Flagge des Bundesadlers, wetteiferten bei den Senioren um den CVI-Sieg 2011. Mit den Medaillen-Platzierungen hatten Krumke, Salmünde (beide Sachsen-Anhalt) und Hollen (Westfalen) am Ende aber nichts zu tun. Die Krumkerinnen, an der Longe dirigiert von Marion Schulze, turnten sich nach Rang fünf in der Pflicht mit der zweitbesten Kür des zweiten Umlaufs nach vorn. Auf ihrem Pferd Genion konnten sie den großen Pflicht-Vorsprung der drittplatzierten VG Pill (7,299) aber auch mit Rang drei im Finalumlauf nicht komplett aufholen und landeten auf Rang vier (7,248 Punkte). Auf den Rängen sechs (7,022) und sieben (6,745) folgten die weiteren deutschen Vertreter Hollen auf Diabolus (Longenführerin Simone Drewell) und Salzmünde auf Rio Grande (Franziska Mauff). Aufgrund zweier souverän gewonnener Kürdurchgänge sicherte sich die österreichische Mannschaft Wildegg auf Libretto (Longenführerin Maria Lehmann) den Sieg mit einer Wertnote von 7,682 Punkten vor den Landsfrauen des Union Voltigierteams Salzburg/Freisaal (7,343).
Den größten Anteil an deutschen Teilnehmern verbuchte der Senioren-Wettbewerb der Einzel-Herren mit vier Startern: Lars Röttgen (Erwitte), Jannis Drewell (Steinhagen, beide auf Fairy Tale und longiert von Simone Drewell), Erik Oese und Daniel Kaiser (Delitzsch, beide auf Down Under an der Longe von Katja Putzke). Allesamt konnten sie den beiden Österreichern Stefan Csandl und Lukas Wacha bei diesem Turnier aber nichts entgegensetzen. Csandl gewann auf seinem Pferd Power Rush (Longenführerin Michaela Scherzer) beide Umläufe souverän und voltigierte sich mit einer Gesamtpunktzahl von 8,340 Punkten zugleich in den Favoritenkreis der Medaillenkandidaten bei der diesjährigen Europameisterschaft. Hinter Wacha (8,076) sicherte sich Kaiser den verbleibenden dritten Platz auf dem Treppchen (7,605). Oese (7,471) und Drewell (7,336) folgten auf den Rängen vier und fünf. Röttgen landete mit auf Platz sieben (6,330).
Komplett ohne deutsche Beteiligung ging der Wettbewerb der Einzel-Voltigiererinnen bei den Senioren über die Bühne. Im 23 Starterinnen umfassenden Teilnehmerfeld setzte sich die Italienerin Anna Cavallaro auf ihrem Pferd Harley im Endklassement mit einer Wertnote von 8,247 Punkten vor die drei österreichischen Konkurrentinnen Christa Kristofics-Binder, Stefanie Kowald (beide 8,065) und Lisa Wild (7,995).
Auch beim Doppel-Voltigieren untermauerten die Gastgeber ihre Dominanz mit den Plätzen eins bis drei. Den Sieg holten sich Jasmin Lindner und Lukas Wacha auf Elliot (Longenführer Klaus Haidacher) mit einer Gesamtnote von 8,478 Punkten. Nur knapp geschlagen geben mussten sich mit 8,389 Zählern Katharina Nell und Daniela Slomka auf Valeccito (Edith Kermer-Berger), die nach Durchgang eins noch in Front lagen. Das einzige deutsche Duo, Jenny Spillmann und Allesia Raskop, erturnte sich auf Regent (Andrea Blatz) mit 6,284 Punkten Rang neun.
3 Kommentare
jffhovoiq schrieb am 21.05.2012
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yssazbhb schrieb am 21.05.2012
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Fitri schrieb am 19.05.2012
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