Donau-Alpen-Pokal der Zweispänner: Heimsieg für die Schweiz
Einen Heimsieg hat das Schweizer Zweispännerteam in Niederwil im Kanton Aargau eingefahren. Während die Eidgenossen den Donau-Alpen-Pokal von Beginn an dominierten, reichte es für das deutsche Trio nur zum sechsten Platz.
"Das Ergebnis ist insofern keine Überraschung, da wir nicht mit unseren Topfahrern hier am Start waren", sagte Bundestrainer Eckhardt Meyer (Hermannsburg). "Zwar wird der Donau-Alpen-Pokal immer als eine Art Europameisterschaft angesehen, aber er ist eben kein offizielles Championat und die Teilnahme den Fahrern freigestellt." So hatten die beiden Mannschaftsweltmeister Rudolf Huber und Klaus Tebbe aus Zeit- und Kostengründen bereits im Vorfeld abgewinkt und kurzfristig musste der Bundestrainer auch auf deren Mannschaftskollegen, den dreifachen Deutschen und Vizeweltmeister Sebastian Warneck (Nunsdorf) verzichten. Der Jurastudent hatte sich vor der Abreise wegen einer kurzfristig anberaumten mündlichen Prüfung abgemeldet. So ging als einziges Kadermitglied die Ravensburgerin Karin Schitterle in Niederwil an den Start und erzielte mit einem 16. Platz - 56,06 Minuspunkte in der Dressur, 75,56 in der Marathonfahrt und 12,16 im Kegelfahren - das beste Ergebnis für die deutsche Mannschaft. "Karin hat hier ihn allen drei Teilprüfungen die zu erwartenden Leistungen gebracht", sagte Eckhardt Meyer. Nur drei Plätze dahinter auf Platz 19 konnte sich Sascha Jäger aus Biblis einordnen (61,70/73,92/13,5). "Auch Sascha hat seine Sache ordentlich gemacht. Nur einmal hat er auf der Marathonfahrt in Hindernis sechs den Faden verloren und musste eine 'Ehrenrunde' drehen, die natürlich Zeit und damit Punkte kostete", berichtete Meyer. Komplettiert wurde die deutsche Mannschaft durch Norbert Stahl aus dem unweit vom Austragungsort entfernten badischen Lottstetten. Stahl präsentierte in Niederwil ein neues Gespann, das er erst seit zwei Wochen in Arbeit hat und lieferte damit das Streichergebnis (65,02/84,76/27,78/Platz 37). "Alles in allem konnte wir hier einfach nicht mehr erwarten", fasste der Bundestrainer das Ergebnis des Donau-Alpen-Pokal aus deutscher Sicht zusammen.
Für den Veranstalter Niederwil war der Donau-Alpen-Pokal das erste internationale Fahrturnier nach einer längeren Pause, für das er mit großem Aufwand komplett neue Hindernisse errichtet hatte. Doch sowohl das "Brandenburger Tor" als auch der "Eiffelturm" - "alles muss nach dem Turnierwochenende wieder abgebaut werden", wusste Meyer zu berichten. Dafür durften sich die Gastgeber jedoch über einen Sieg ihrer Schweizer Mannschaft (Endstand 240,87) vor Frankreich (255,46) und Rumänien (272,67) freuen. Aus dem zum Greifen nahen Schweizer Doppelerfolg wurde allerdings nichts. Im abschließenden Kegelfahren machte der Franzose Francois Dutilloy diesen Hoffnungen einen Strich durch die Rechnung. Er schob sich vom achten auf den ersten Platz nach vorne (Endstand 119,74 Minuspunkte) und verwies den bis dahin führenden Schweizer Beat Schenk (120,76) auf Platz zwei. Dritter wurde der Tscheche Jiri Nesvacil jun. (123,27).
Weitere Informationen unter
www.fahrturnier-wyland.chNoch keine Kommentare
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