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Frankfurter Festhalle 2009: Masters League Finale für Mario Stevens

Der 27 Jahre alte Springreiter Mario Stevens aus Molbergen hat beim Internationalen Festhallen Reitturnier in Frankfurt den Großen Preis von Frankfurt und damit das Finale der mit 150.000 Euro dotierten Masters League 2009 gewonnen.

  
Mit dem 15 Jahre alten Wallach Mac Kinley blieb der Niedersachse in 37,73 Sekunden ohne Fehler als letzter Starter im Stechen und fing damit noch den bis dahin führenden viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum mit Couleur Rubin (0/ 38,50) ab. Der neue
Masters League-Sieger freute sich überschwänglich nach mittlerweile drei gewonnen Großen Preisen in nur zwei Monaten. Und dachte dabei auch an all jene, die weniger vom Leben begünstigt sind. Von seinem Preisgeld gehen 5000 Euro an die Ann Kathrin Linsenhoff UNICEF Stiftung!

„Schon als Marco vorgelegt hat, dachte ich ob das wohl zu schaffen ist,“ so Stevens, „dann war Ludger noch schneller und dann habe ich mir gesagt, ich hab ja auch n` schnelles Pferd und muss es versuchen.“ Über den Stall Beerbaum ist Stevens eigentlich erst an Mac Kinley, das einstige Weltcup-Pferd des Olympiazweiten Rolf-Göran Bengtsson, gekommen, immer mal wieder trainiert Stevens in Riesenbeck. „Die Zusammenarbeit ist beendet,“ witzelte Beerbaum prompt. Tatsächlich birgt auch der Stevens-Erfolg ein Stück Renommée für den 46 Jahre alten Springreiter. Marco Kutscher ergänzte den sportlichen Erfolg des Stalles um Platz drei mit Cornet Obolensky im Finale der Masters League, das an Spannung kaum zu überbieten war. Insgesamt 15 Teilnehmer erreichten das Stechen, exakt genauso viele wie im Jahr 2008. Titelverteidiger Marcus Ehning (Borken) erreichte mit seinem Oldenburger Hengst Sandro Boy zwar das Stechen des Masters League-Finales, kassierte in der Schlußrunde jedoch eine Verweigerung.

Rund 42.000 Zuschauer – das Ergebnis des Vorjahres – besuchten das Frankfurter Festhallen Reitturnier. Eine Zahl, mit der Turnierleier Dr. Kaspar Funke durchaus zufrieden ist, angesichts des Schnee- und Kälteeinbruchs, der die Main-Metropole ab Freitag überraschte. Gleichwohl entfaltete der Mix aus Dressur- und Springsport, der Hessentag und der Große Show-Wettkampf der Reit- und Fahrvereine große Anziehungskraft.

Erkennbare Nervosität plagte am Sonntag die Generation U25 im Parcours beim erstmals ausgetragenen Finale der Young Masters League. Das sicherte sich im übrigen ein Gast aus den Vereinigten Staaten. Die erst 17 Jahre alte Lucy Davis jumpte mit dem belgischen Wallach True Love unbekümmert zum Sieg und freute sich riesig über ihren ersten Start in Deutschland. Auch die Plätze zwei und drei gingen an junge Reiterinnen, an Linda Marschall (Donaueschingen) und an Lara Schmieder aus Mannheim. Klarer Fall – da kommt was zu auf den Springsport der Zukunft

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