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German Classics 2010: Eva Bitter reitet im Großen Preis zum Sieg

Die niedersächsische Springreiterin hat beim größten Reitturnier des Landes den Großen Preis gewonnen und damit den größten Sieg ihrer Karriere gefeiert.

  
Die 37-Jährige aus Bad Essen siegte am Sonntag überraschend beim Höhepunkt der German Classics in Hannover im Sattel von Satisfaction, einem Hengst aus Hannoveraner Zucht. In 37,88 Sekunden gelang der deutschen Meisterin der schnellste fehlerfreie Ritt der Siegerrunde.
"Ich kann das noch gar nicht glauben", sagte die überraschte Siegerin, die fast schon gescheitert war.

Nur mit viel Glück rutschte Bitter in die Siegerrunde, nach einem Abwurf im Normalparcours kam sie als Letzte in den entscheidenden Umlauf der besten Zehn. "Ich habe gedacht, das wird niemals was", gab Bitter zu, die in Hannover ihr Abitur gemacht hatte. "Für mein Pferd ist das hier ein Heimspiel", sagte Bitter über ihren elfjährigen Hengst: "Das ist ein super-, super-schönes Gefühl, so ein Pferd hier zu reiten." Ebenfalls fehlerfrei, aber langsamer war Hugo Simon (AUT) mit Ukinda (0/38,39).

"Das ist das erste Mal, dass ich schneller geritten bin als Hugo Simon", sagte Bitter mit Blick auf den dreimalige Weltcup-Sieger, der auch mit 68 Jahren noch immer aktiv ist. Dritter wurde Torben Köhlbrandt (GER), der mit Picadilly Princess (4/38,11) schneller war und durch den Abwurf den Sieg verpasste.

"Ich freue mich unheimlich, dass es hier geklappt hat. Das war auch für das Land Niedersachsen schön", sagte die Siegerin aus der Nähe von Osnabrück, die mit Satisfaction bereits am Freitag ein Springen für sich entschieden hatte. "Zwei Starts, zwei Siege, besser kann es nicht läufen", schwärmte die 37-Jährige, deren Freund Marco Kutscher den Sieg verpasste, weil er beim zeitgleichen Weltcup-Turnier in Lyon ritt. "Wir haben vorher zusammen trainiert, er hat mir ein paar Tipps gegeben."

"Das ist absolut mein größter Erfolg", sagte Bitter, die bisher viermal die deutsche Meisterschaft der Springreiterinnen gewonnen hat. Dank des Sieges gelang Bitter in der Riders Tour eine unerwartete Aufholjagd, schob sich vom neunten auf den dritten Platz. Vor der letzten Etappe der Serie am kommenden Wochenende in München führt der Ire Denis Lynch. "Das lässt für München hoffen", sagte Bitter.

Einen kuriosen dritten Platz hatte Ludger Beerbaum zuvor bei der Qualifikation belegt. Der Springreiter aus Riesenbeck wollte im Stechen nicht starten, um sein Pferd zu schonen. Als aber fast alle Reiter Abwürfe hatten, nahm er sein Startrecht kurzentschlossen doch noch in Anspruch und sicherte sich mit Chaman den dritten Platz. Im Großen Preis scheiterte Beerbaum jedoch und schied vorzeitig aus. Sieger im Championat wurde der Niederländer Jeroen Dubbeldam mit Simon nach fehlerfreiem Ritt in 38,00 Sekunden.

"Ich hatte vorher entschieden, ihn zu schonen", sagte Beerbaum grinsend. "Im Verlauf des Stechens war aber zu sehen, dass es nicht so schwierig war, nach vorne zukommen." Der viermalige Olympiasieger hatte sich nicht einmal die Parcoursskizze des Stechens angeschaut, bekam sie auf dem Weg zum Platz von seinem Bruder Markus erklärt und übernahm als drittletzter Starter zwischenzeitlich die Führung.

1 Kommentare

Carina Karpe schrieb am 03.11.2010
Ich freu mich so das sie gewonnen hat!! Sie hat es echt verdient.

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