Löwen Classics 2010: Niedersachsen triumphiert im ersten Deutschen Mannschaftschampionat
Nervosität machte sich breit, Anspannung war in den Gesichtern zu erkennen. In Braunschweig ging es um etwas besonderes, das erste Deutsche Mannschaftschampionat der Springreiter.
Es zeichnete sich früh ein Zweikampf an der Spitze ab – Hannover vor Weser-Ems, dann wieder Weser-Ems die Nase vorn. Die Mitbewerber aus dem westlichen Niedersachsen traten gar mit international renommierter Mannschaft an: Dem RIDERS TOUR-Dritten Gilbert Böckmann (Lastrup), dem Masters League-Sieger Mario Stevens (Molbergen) und dem dreimaligen Deutschen Meister Rene Tebbel (Emsbüren). Dahinter auf dem dritten Rang reihte sich Hessen ein; die „Titelverteidiger“ aus Westfalen mussten sich am Ende mit Rang elf und 12 Strafpunkten begnügen.
„In einer Mannschaft zu reiten ist immer etwas Besonderes,“ räumte Hilmar Meyer ein, der auch die erste Runde im Deutschen Championat der Landesmeister gewann. Ein Umstand, den Löwen Classics Sportdirektor Hans Günter Winkler unterstrich: „Ich habe 157 Nationenpreise geritten. Ich weiß wie das ist. Es ist charakterbildend.“ Binnen eines Jahres ist aus dem Pilotprojekt 2009 ein Deutsches Hallenchampionat geworden. „Ich bin dankbar dafür – sowohl Axel Milkau als auch Erika Cordts,“ so Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Die Vorläufer – beim DLG-Turnier und bei der DM als Mannschaftsmeisterschaft ausgetragen – seien alle wieder verschwunden. „Wir haben jetzt eine Form gefunden worden, die für Euphorie in den Landesverbänden sorgt,“ so Turnierchef Axel Milkau, der sich nicht nur über Gäste aus allen Landesverbänden, sondern auch über großen Publikumsandrang freuen konnte. „Unsere Zuschauer haben mit den Füssen abgestimmt.“
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