Newcomer in beim CCI**** Luhmühlen vorn
Dirk Schrade aus Warendorf hat in Luhmühlen nur knapp seinen ersten Vier-Sterne-Sieg verpasst. Beim Jubiläumsturnier musste der gebürtige Schwabe in einem Wimpernschlagfinale der Britin Ruth Edge mit Two Thyme den Vortritt lassen.
Nicht die zwei- und vierbeinigen deutschen Topstars waren es, die in Luhmühlen das Sagen hatten, sondern die Newcomer. Beeke Kaack (Schmalensee), Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe Vielseitigkeit, beendete mit Sinjang ihr Vier-Sterne-Debüt auf einem respektablen achten Platz. Durch eine solide Runde zeichneten sich auch Andreas Ostholt (Warendorf) und Lady Lemon FRH aus, die als erstes deutsches Paar in die Geländestrecke gestartet waren. Sie bewiesen damit, dass der von sintflutartigem Regen in der Nacht zuvor betroffene und mit großem Aufwand präparierte Kurs von Parcourschef Captain Mark Philipps gut zu reiten war. Am Ende reichte es allerdings mit sechs Abwürfen im Springen nicht für eine Platzierung aus. Positiv fielen den Bundestrainern in Luhmühlen auch die Nachwuchspferde Little Paint, geritten von Mannschaftsweltmeister Frank Ostholt (Warendorf), und King Artus, vorgestellt von WM-Reservist Peter Thomsen (Lindewitt), auf. Beide Youngster leisteten sich bei ihrer Vier-Sterne-Premiere sowohl im Gelände als auch im Springen einen verzeihlichen Fehler, bewiesen aber auch ihr Potenzial für künftige Aufgaben. Den Vogel schoss jedoch WM-Einzelreiter Dirk Schrade mit dem Angloaraber Gadget de la Cere ab. Nach Dressur noch auf Platz acht, kam das Paar lediglich eine Sekunde zu spät ins Ziel des rund 6.400 Meter langen Geländekurses. „Für mich lief es optimal“, sagte Schrade. „Auch wenn es vielleicht nicht der stilistisch schönste Ritt war.“ Damit fand sich der 29-Jährige vor dem Springen auf Platz zwei hinter der Ruth Edge wieder, die er mit einer Nullrunde im Parcours weiter unter Druck setzte. Die Britin verbrauchte ihren Vorsprung zwar mit einem Abwurf und zwei Zeitfehlern bis auf 0,4 Punkte, behielt am Ende aber doch die Nase vorn.

