Rot-weiß-rote Erfolgsstory bei den Pappas Amadeus Horse Indoors
Es ist der Sport, der die schönsten Geschichten schreibt! Dieser Spruch bewahrheitete sich heute bei der Pappas Amadeus Horse Indoors.
Auf der Startliste stand ein hochkarätiges Teilnehmerfeld mit internationalen Topreitern, wie sie die Alpenrepublik noch nie gesehen hatte. Da kämpfte der aktuelle Olympiasieger Eric Lamaze (CAN) Seite an Seite mit dem Hamburger Derby Sieger Thomas Kleis (GER), dem Nationscupsieger des CSIO4* von Barcelona - Sergio Alvarez Moya (ESP), dem Titelverteidiger Franz-Josef Dahlmann (GER), dem dreifachen Hamburger Derby Sieger Toni Hassmann, dem Weltcupgesamtsieger von Las Vegas - Beat Mändli (SUI), dem Welt- und Europameister Lars Nieberg (GER), dem Olympiaachten Marc Houtzager (NED) und vielen weiteren internationalen Spitzenreitern. Auch Österreich brachte da sein Staraufgebot an den Start. Thomas Frühmann, Hugo Simon, Julia Kayser, Gerfried Puck oder Anton Martin Bauer wollten ebenfalls mitmischen.
Trotzdem oder vielleicht deshalb gab es im schwierigen Parcours, von Georg Christoph Bödicker (GER) diffizil in Szene gesetzt, ein regelrechtes Favoritensterben. In das entscheidende Stechen kamen lediglich fünf. Der Nationenpreisreiter aus der Steiermark - Christina Fries, der Niederländer Willem Greve, die zweitplatzierte des Grand Prix des CSI3* MilAk - Simone Wettstein (SUI), der deutsche EM-Shootingstar Thomas Mühlbauer und zur Freude des heimischen Publikums der österreichische Starreiter Thomas Frühmann.
Und auch am Ende waren es nicht die hoch gehandelten Favoriten aus der erlesenen Runde der Qualifizierten, sondern der Geheimtipp, der als strahlender Grand Prix Sieger des Sportlandes Salzburg geehrte wurde: Christian Fries, 25-jähriger Nationenpreisreiter aus der Grünen Mark, sorgte für den vom Publikum heiß ersehnten rot-weiß-roten Sieg. Als erster Starter im Stechen hatte er seine Entscheidungsrunde klar auf Platz eins angelegt und ließ seinen 12-jährigen Wallach Lanco regelrecht über die Hindernisse segeln. Alle griffen an, alle wollten den Sieg. Und doch, Willem Greve (NED) auf Ude kassierte einen Abwurf, Simone Wettstein (SUI) auf Celernia II CH und Thomas Mühlbauer (GER) auf Asti Spumante kamen zeitlich nicht heran. Österreichs Erfolgsreiter Thomas Frühmann machte es im Sattel seines berühmten Pferdes The Sixth Sense als letzter Starter im Stechen noch einmal richtig spannend, musste am Ende jedoch dem jungen Steirer den Vortritt lassen und sorgte mit seiner klassen Leistung für das Non Plus ultra: Einen rot-weiß-roten Doppelsieg!
Ergebnisdienst
PREIS DES LANDES SALZBURG - Int. Standardspringprüfung mit Stechen (1.60 m)
1.Lanco Fries, Christian / AUT / PKW / 0 /36.84/Im Stechen
2.The Sixth Sense / Frühmann, Thomas / AUT / 0 /37.35/Im Stechen
3.Asti Spumante / Mühlbauer, Thomas / GER / 0 /38.39/Im Stechen
Platzierte
4.Celerina II CH / Wettstein, Simone / SUI / 0 /42.25/Im Stechen
5.Ude Greve, Willem / NED / 4 /41.33/Im Stechen
6.Tackeray / Whitaker, William / GBR / 1 /78.39/Im Umlauf
7.Queen Liesa / Hassmann, Toni / GER / 4 /68.72/Im Umlauf
8.Billy Birr / Rivetti, Cassio / UKR / 4 /70.89/Im Umlauf
9.L.B. Robin Hood / Liebherr, Christina / SUI / 4 /71.00/Im Umlauf
10.Ultra Boy / Fagerström, Nina / FIN / 4 /71.17/Im Umlauf
11.Casco 4 / Houtzager, Marc / NED / 4 /71.78/Im Umlauf
Die Favoritin Ulla Salzgeber (GER) holt sich den Sieg in der Stumpf Musikkür
Zu den Klängen der Musik, im Rhythmus des Taktes und in eigens zusammengestellten Küren tanzten am späten Vormittag die edlen Rösser im Viereck der Salzburgarena: Die Stumpf Musikkür stand am Programm - der Hauptbewerb der Dressur bei den Pappas Amadeus Horse Indoors.
Eine war im Vorfeld als große Favoritin beim CDI4* in Salzburg angekündigt worden und dieser Rolle wurde sie schon am Eröffnungstag zu Hundert Prozent gerecht als am Eröffnungstag der Sieg im Ebinger & Sohn Dressage Opening an sie ging. Die Rede ist von Deutschlands Erfolgsreiterin Ulla Salzgeber. Mit ihrer erst neuenjährigen Wolkentanz II-Tochter Wakana hatte die Deutsche eine ausdrucksstarke und schwungsvolle Partnerin an ihrer Seite, mit der sie auch in der heutigen Stumpf Musikkür glänzte und die Richter mit Höchstnote von 74,500 Punkten belohnten. Eine weitere Topreiterin aus Deutschland platzierte sich auf den zweiten Rang: Im Sattel ihres Le Mont d´Or, einem zehnjährigen Oldenburgerwallach von Landjuwel Gold, wurde Anja Bauer-Plönzke mit 73,250 Punkten bewertet.
Besonders erfreulich war die Platzierung von Ulrike Prunthaler (AUT/OÖ). Im internationalen Starterfeld setzte sich die Oberösterreicherin mit dem zehnjährigen Hohenstein-Sohn Bartlgut´s Harvard, einem in Österreich gezogenen Hengst, auf dem dritten Rang durch (68,188 Punkte).
Ergebnisdienst
Grand Prix Kür
1.Wakana / Ulla Salzgeber / GER / 74.500 Punkte
2.Le Mont d'Or / Anja Bauer-Plönzke / GER / 73.250 Punkte
3.Bartlgut's Harvard / Ulrike Prunthaler / AUT / 68.188 Punkte
Platzierte
4.Royal Classic / Angela Hergeth / GER / 66.750 Punkte
5.St. Ludwig's Aquilino / Veronika Marthaler / SUI / 63.875 Punkte
Semifinale des K & W Youngster Cups
Der Abschlussbewerb der Pappas Amadeus Horse Indoors 2009, das Semifinale des K & W Youngster Cups, war den Österreichischen Junioren und Jungen Reitern gewidmet. Für diese nationale Standardspringprüfung mit Siegerrunde waren die besten 19 ReiterInnen des Zwischenklassements - nach den Vorrunden in Linz-Ebelsberg (OÖ), Magna Racino (NÖ), Farrach-Zeltweg (ST), Wolfsberg-Urbani (K) und Kammer-Schörfling (OÖ) - startberechtigt. Und eine gutes Ergebnis war wichtig, denn immerhin ging es um einen Startplatz für das Finale in der Wiener Stadthalle, für das sich die besten Zwölf qualifizieren.
Dementsprechend anspruchsvoll war die Aufgabe, die Parcourschef Georg Christoph Bödicker (GER) in das Rund der Salzburgarena stellte, bei dem in der Siegerrunde nur drei Reiterinnen ohne Fehler blieben. Die Schnellste von ihnen war der Shootingstar der heurigen Saison: Valerie Wick (NÖ). Die meisten kennen die Niederösterreicherin aus der Ponyszene, wo sie im Sattel ihrer Fuchsstute Lady Foxx von Erfolg zu Erfolg sprang. Im heurigen Jahr schaffte sie souverän den Umstieg in die Großpferdeklasse. Im Sattel ihrer erst siebenjährigen Tschechischen Warmblutstute Wiena T, von Latus x Libertus, ließ sie nicht nur durch ihren dritten Platz bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften aufhorchen, sondern auch durch mehrere Top-Platzierungen bis zur Klasse LM (1,30 Meter). Und heute demonstrierte die Juniorin einmal mehr ihr Talent, Können und Nervenstärke und blieb mit Wiena T gleich Doppelnull (0/37,13/Siegerrunde).
Eine hätte die beiden fast geschlagen: Nur 3 Hundertstel Rückstand hatten die Zweitplatzierten Lea-Florentina Kohl (NÖ) und Uliane. Die Vizestaatsmeisterin pilotierte ihre achtjährige Holländerstute in 37,16 Sekunden über den 1,35 Meter hohen Parcours. Dritte wurde Caroline Zeller und Quax N, die ihre Runde in fehlerfreien 40,17 Sekunden beendeten.
Pech hatte die beste aus dem Grundumlauf, Valerie Mayer (NÖ), die als letzte Teilnehmerin in der Siegerrunde an den Start ging. Im Sattel ihres 13-jährigen Bayrischen Wallachs Ginger war sie auf Siegeskurs gewesen und kassierte leider einen ärgerlichen Abwurf am letzten Hindernis, was ihr den Sieg kostete (4/35,38/Siegerrunde).
Ergebnisdienst
K & W JUNIOR-JUGENDCUP SEMIFINALE - Nat. Standardspringprüfung Kl.M mit Siegerrunde
1.Wiena T / Wick, Valerie / AUT / 0 /37.13/Siegerrunde
2.Uliane / Kohl, Lea-Florentina / AUT / 0 /37.16/Siegerrunde
3.Quax N / Zeller, Caroline / AUT / 0 /40.17/Siegerrunde
Platzierte
4.Uster van't Heike / Lehner, Laura / AUT / 4 /32.95/Siegerrunde
5.Stockinger / Fischer, Elena / AUT / 4 /33.84/Siegerrunde
6.Vera 7 / Schiemer, Stefan / AUT / 4 /34.92/Siegerrunde
7.Ginger / Mayer, Valerie / AUT / 4 /35.38/Siegerrunde
8.Clindo Z / Nussmüller, Stefanie / AUT / 4 /39.26/Siegerrunde
9.Timo 2 / Vezonik, Bianca / AUT / 4 /43.89/Siegerrunde
10.California XI / Rieger, Denise / AUT / 8 /37.16/Siegerrunde
11.Offbeat / Lichtnegger, Sabrina / AUT / 8 /54.12/Im Umlauf
12.Cesare KB / Pendl, Teresa / AUT / 8 /55.48/Im Umlauf
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