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Pfingstturnier Wiesbaden 2010: Vorjahressieger Michael Jung vor dem Geländefinale in Führung

Die internationale Vielseitigkeit hat am Freitag den Auftakt beim Wiesbadener Pfingstturnier gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein absolvierten die "Buschreiter" ihre ersten beiden Prüfungen, Dressur und Springen.

  
Vor dem abschließenden Geländeritt durch den Schlosspark, Höhepunkt des dreiteiligen Wettbewerbs, liegt Vorjahressieger Michael Jung (Horb) erneut in Führung.

Der EM-Dritte und Luhmühlen-Gewinner ging heute mit Weidezaunprofi's River of Joy als Letzter der insgesamt 29 Starter aufs Viereck und rollte mit nur 33,0 Minuspunkten das Feld von hinten auf. Bis nach dem vorletzten Hindernis sah es im Parcours so aus, als könne sich Jung dieses Ergebnis auch für das morgige Geländefinale sichern, doch dann fiel am letzten Sprung eine Stange. An seiner Pole Position änderte sich für Jung dadurch aber nichts, denn auch die Zweitplatzierte nach Dressur, Sandra Auffarth (Warendorf) mit Lord Lauries, war nicht ungeschoren aus dem Springen hervorgegangen. Zwar hatte sie keinen Hindernisfehler, musste aber drei Strafpunkte für Überschreiten der erlaubten Zeit in Kauf nehmen. Mit 1,2 Punkten Abstand auf Jung - umgerechnet drei Sekunden - startet sie morgen mit einem Zwischenstand von 38,2 Minuspunkten ins Gelände. 24 Sekunden sind es, die sie außerdem mit ihrem zweiten Pferd Opgun Louvo vom derzeit Führenden trennen (46,6/Platz vier). Auf Platz drei im Zwischenstand rangiert Simone Deitermann (Saerbeck) mit Flambeau H. Sie hat aktuell 44,6 Minuspunkte, davon vier für Springfehler, auf dem Konto.

Insgesamt kamen nur sechs Paare ohne Abwurf durch den anspruchsvollen Parcours auf dem ehrwürdigen Springplatz des Wiesbadener Schlossparkturniers, das in diesem zum 74. Mal ausgetragen wird. Nur drei Paare blieben dabei auch innerhalb der erlaubten Zeit. Unter ihnen die erst 20-jährige Franziska Roth (Dörpen) mit Dictus J, die in Wiesbaden ihre erste Drei-Sterne-Prüfung bestreitet. Sie rückte damit auf den zwölften Platz im Zwischenklassement vor (57,6). Ebenfalls Plätze gutmachen konnte auf diese Weise Benjamin Winter mit Wild Thing Z. Der Dortmunder, wie Sandra Auffarth Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe Vielseitigkeit, liegt nun auf Platz neun (52,4). Der dritte "Nuller" ging auf das Konto von Michael Jung und Leopin (51,4), die damit auf Platz sieben rangieren. Pech hatte dagegen Mannschafts-Olympiasiegerin Ingrid Klimke (Münster), die in Wiesbaden ihr erstes Drei-Sterne-Turnier nach der Babypause bestreitet. Mit drei Abwürfen und Zeitfehlern fiel sie mit FRH Butts Abraxxas vom vierten Platz nach Dressur auf den zehnten Platz zurück (54,4). Im vergangenen Jahr waren die beiden in Wiesbaden Dritte.

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