Preis der Besten Warendorf 2011
Ohne Nachwuchs keine Zukunft! Regelmäßig Mitte Mai trifft sich die Elite deutscher Nachwuchsreiter in Warendorf zum Leistungsvergleich und zur ersten Sichtung für die Europameisterschaften des Jahres.
"Der aktive Reitsport wird in Deutschland zu einem großen Teil von Kindern und Jugendlichen getragen. Sie bilden ein Leistungspotenzial, das als Garant für das hohe Niveau der Reiterei steht und die Zukunft des reiterlichen Spitzensports sichern wird." Diese Einschätzung Dieter Graf Landsberg-Velens (Wocklum), Ehren-Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), aus dem Jahre 1991 gilt bis heute. Eines der bedeutendsten Nachwuchsturniere in Deutschland ist der "Preis der Besten" in Warendorf. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung bereits 1973, zunächst in der Dressur für die Jungen Reiter. Über 20 Jahre lang, bis 1994, war der "Preis der Besten" zu Gast beim Dortmunder Hallenturnier. "Wir wollten insbesondere die Winterarbeit der Jungen Reiter fördern, sie durch den Termin im März und die vorgeschalteten Sichtungen ermuntern, früher mit ihrem Training zu beginnen", erinnert sich Heinz Schütte (Braunschweig), Mitglied des FN-Dressurausschusses, und zusammen mit dessen langjährigen Vorsitzenden Anton Fischer (Aachen) Initiator dieser Prüfung. 1985 zogen die Springreiter mit einer vergleichbaren Prüfung nach. Zwei Jahre lang trafen sich die Junioren und Jungen Reiter zunächst in Münster-Handorf, bevor sie 1987 Warendorf als festen Standort wählten. "Wir wollten zu Beginn der Saison die Besten aus dem ganzen Land zusammen haben, um zu sehen, was sich in den einzelnen Landesverbänden tut, wo Stärken und Schwächen sind", berichtet Lutz Gössing (Steinhagen) über die Anfänge.
Im Laufe der Zeit wurde der "Preis der Besten" größer und größer. Zunächst kamen die Europameisterschafts-Sichtungen für die Ponyreiter in Dressur und Springen hinzu, seit 1993 tragen auch die Dressur-Junioren ihren "Preis der Besten" in Warendorf aus. Grund dafür waren die damals eingeführten Dressur-Europameisterschaften in dieser Altersklasse. 1995 kamen die Jungen Reiter, zunächst mit ihrer EM-Sichtung, ab 1997 mit ihrem "Preis der Besten" hinzu. Damit wurde die Warendorfer Veranstaltung zu einem einzigartigen Highlight des gesamten deutschen Reiternachwuchses - Ponyreiter, Junioren und Junge Reiter - in Dressur und Springen.
Noch ist die Entwicklung allerdings nicht abgeschlossen. Seit dem Jahr 2000 tragen auch die Vielseitigkeits-Junioren und Jungen Reiter gemeinsam ihren "Preis der Besten" aus. Dieser ging aus dem 1998 ins Leben gerufenen "Nachwuchspreis Vielseitigkeit" hervor und fand zunächst im Herbst statt. Seit 2002 ist allerdings auch der "Preis der Besten" Vielseitigkeit Bestandteil der Veranstaltung in Warendorf, so dass seither alle olympischen Disziplinen mit ihrer Topnachwuchsprüfung unter einem Dach sind.
Nach Celina Nothofer, die bereits am Freitag mit Simba den „Preis der Besten Vielseitigkeit“ der Junioren und Jungen Reitern gewinnen konnte, sicherte sich heute bei den Ponyreitern Judith Helmer aus Saerbeck mit Top Nadine die Siegerschärpe.
Zum ersten Mal in der Geschichte des Preises der Besten hat eine Pony-Springreiterin die Plätze eins und zwei im Gesamtklassement belegt. Justine Tebbel (12) aus Emsbüren kam mit Giovanni auf 106,50 Punkte, mit Okehurst Little Bow Wow auf 105,50 Punkte.
Sie sind die Besten ihrer Altersklasse auf dem Viereck: Beim „Preis der Besten“ in Warendorf holten Louisa Lüttgen (Junge Reiter), Lena Schütte (Junioren) und Grete Linnemann (Ponyreiter) die Titel.
Eine fehlerfreie Runde durch die erste Wertung und ein sauberer Umlauf in der zweiten Wertung brachten dem Mannschaftseuropameister und Dritten der Einzelwertung von 2010 insgesamt 126,50 Punkte und damit Platz eins in der Gesamtwertung.
Titelverteidigung gelungen: Auch 2011 war Maurice Tebbel der „Beste“ der besten Junioren Deutschlands, die in Warendorf zum Leistungsvergleich im Springparcours antraten.
Als Erste durfte sich heute bereits Celina Nothofer, im Vorjahr Vize-Europameisterin der Junioren, die Siegerschärpe umhängen lassen.
Noch keine Kommentare
Neuer Kommentar