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Spitzenpferd Clausen ist verkauft

Der Holsteiner Wallach Clausen – Spitzenpferd von Nationenpreisreiter Holger Wulschner aus Groß Viegeln– ist vom Eigentümer Siegfried Kludt verkauft worden.

  
Der Calato-Sohn gehört ab sofort zur Hälfte Pauline Kludt, der Tochter des Hamburger Kaufmannes, und dem Reiter Holger Wulschner selbst. Siegfried Kludt „fädelte“ den Verkauf am Schlusstag des CHIO Aachen ein und saß einem ungläubig staunenden Holger Wulschner gegenüber. „Ich habe ihm gesagt, dass ich es leid bin, immer angerufen zu werden, wenn sich jemand für das Pferd interessiert und das passiert immer wieder,“ so Kludt. Über die Kaufsumme wird auch nicht geschwiegen. „Mein Vorschlag für seinen Anteil war ein Euro – symbolisch – aber er hatte es nicht passend. Wir haben uns dann direkt und in bar auf zehn Euro geeinigt,“ so Siegfried Kludt weiter.

Mäzen Siegfried Kludt und Tochter PaulineDer Mäzen und Besitzer etlicher Sportpferde will dem 44 Jahre alten Springreiter die Sicherheit geben, mit dem Ausnahmepferd Clausen weiter arbeiten zu können. „Er ist ein prima Kerl, immer gerade heraus und ehrlich und ich habe ihn so gern wie einen Sohn. Die meisten Reiter haben, wenn sie nicht gerade Beerbaum heißen, vielleicht nur einmal ein Pferd von dem sie sagen können, es ist das Pferd ihres Lebens. Für Holger ist das Clausen und ich will ihm das nicht wegnehmen.“

Holger Wulschner selbst war schlicht „platt“, angesichts dieser Offerte: „Das ist unfassbar. Sowas habe ich noch nie gehört, dass jemand das macht.“ Mit dem „Überflieger“ Clausen gewann Wulschner 2007 den Preis von Europa in Aachen und wurde Vierter im Großen Preis. Dazu gesellten sich Nationenpreis-Triumphe etwa in Calgary und inzwischen zwei Siege im Großen Preis von Nörten-Hardenberg. Für seine Mitbesitzerin Pauline Kludt hegt Wulschner eigenen Angaben zufolge große Sympathien und Käufer und Verkäufer sind sich einig darüber, was zu tun ist, wenn in nächster Zeit Kaufangebote für Clausen kommen sollten. Siegfried Kludt: „Ich kann dann stets dazu raten, die Miteigentümerin anzurufen. Sie kommt meistens um 14.30 Uhr aus dem Kindergarten.“

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