Pferde und Reiter "gut in Schuss"
Seit über zwölf Tagen ist der Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (Reinhard Wendt) vor Ort, um sich ein Bild von den Vorbereitungen auf die Olympischen Reiterspiele im kommenden Sommer zu machen.
"Als wir angekommen sind, waren wir zunächst ganz euphorisch. Sowohl wir Menschen, aber auch die Pferde hatten die Reise problemlos verkraftet und kamen auch mit dem Klima vor Ort gut zurecht, wenn auch alle bei der geringsten Arbeit ziemlich ins Schwitzen kamen", berichtet Wendt, der zunächst mit vier deutschen Pferden und einer kleinen Crew die Vorhut gebildete hatte.
Am heutigen Donnerstag stand das Reiters-Briefing und die offizielle Geländebesichtigung auf dem Programm. Für die deutschen Mannschaft war dies auch der erste Ausflug nach Beas River nahe der chinesischen Grenze, zirka 30 Kilometer vom olympischen Reitsportzentrum Sha Tin entfernt, wo im kommenden Jahr ebenfalls die Geländeprüfung stattfinden wird. "Bisher haben wir nur auf dem Rennbahngelände des Hongkong Jockey Clubs in Sha Tin trainiert. Dort gibt es allerdings beste Möglichkeiten, wie zum Beispiel mehrere Galoppierstrecken und auch ein kleiner Geländeparcours", sagt Wendt. "Für jedes Pferd gibt es einen genauen Trainingsplan, an den wir uns auch weitgehend halten konnten."
In Sha Tin werden im kommenden Jahr die Dressur- und Springprüfungen stattfinden. Einen Vorgeschmack darauf erlebten die 17 internationalen Teilnehmer des CCI**-Testevents bei einem kleinen Flutlichtspringen am Mittwochabend. Neben den vier deutschen Paaren gehen auch Reiter aus Australien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Holland, Schweden und den USA an den Start. "Vor allem mit der niederländischen Mannschaft, mit der wir gemeinsam angereist sind, besteht ein enger Kontakt", sagt Wendt. So stünde man im ständigen Dialog, um Erfahrungen auszutauschen. Denn darum geht es bei diesem Test vorrangig. "Unser wichtigstes Ziel ist, so viele Informationen wie möglich zu sammeln", so Wendt, beispielsweise, was die Frage der Konditionierung und Akklimatisierung von Ross und Reiter betrifft.
Getestet werden dabei aber diverse neue Kleidungs- und Ausrüstungsgegenstände, die speziell für die Hongkonger Temperaturen entwickelt wurden, so zum Beispiel spezielle "Kühl-T-Shirts. Der erste Einsatz scheiterte allerdings am Sicherheitspersonal:
Mit der Ausrichtung einer Reitsportveranstaltung betreten die Hongkonger Organisatoren Neuland. Routiniert in der Veranstaltung von Rennen, müssen alle lernen, was es heißt, Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsprüfungen durchzuführen. "Aus diesem Grund gibt es diese Testevents ja auch", sagt Wendt, der sich bereits eine lange Liste angelegt hat - mit Dingen, die sich bis zum kommenden Jahr noch unbedingt ändern sollten.



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