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Weltmeisterschaften
Vierspaenner Beesd 2008 1075
Teilpruefung Hindernisfahren 1079
WM Vierspänner: Deutsche Mannschaft gewinnt Silber
Mit einer starken Leistung im abschließenden Hindernisfahren hat das deutsche Team bei den Weltmeisterschaften der Vierspännerfahrer im niederländischen Beesd die Silbermedaille gewonnen.
Die Mannschaft um Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim) leistete sich in der Besetzung Michael Brauchle (Lauchheim), Christoph Sandmann (Lähden) und Ludwig Weinmayr (Fischbachau) lediglich 0,37 Strafpunkte im Kegelfahren und rückte damit vom fünften Platz nach dem Marathon noch in die Medaillenränge vor. Das gastgebende Team der Niederlande sicherte sich die Goldmedaille, Bronze ging an Ungarn. "Das war eine unglaubliche Aufholjagd", freute sich der deutsche Equipechef, Friedrich Otto-Erley (Warendorf), über die Silbermedaille.Dabei hatte die Weltmeisterschaft für die deutschen Viererzugfahrer eher verhalten begonnen, so dass man nach der Dressur in der Nationenpreiswertung zunächst nur auf dem sechsten Platz lag. "Viel mehr war nicht drin", äußerte sich der Bundestrainer nach der ersten Teilprüfung, blickte aber dem Marathon optimistisch entgegen. "Das Gelände ist brutal schwer und anspruchsvoll für Pferde sowie Fahrer. Je schwieriger der Marathon, desto besser ist es für uns." Die deutschen Fahrer konnten sich im Gelände steigern und sich in der Teamwertung um einen Platz nach vorne arbeiten. Für die Nationenpreiswertung wurden der vierte Platz von Ludwig Weinmayr und der fünfte Platz von Christoph Sandmann berücksichtigt. "Weinmayr ist heute toll gefahren und war vor allem in den beiden Wasserhindernissen gut unterwegs. Mir hat es gefallen, dass er mit Übersicht gefahren und kein unnötiges Risiko eingegangen ist", fand der Bundestrainer lobende Worte nach dem Marathon. "Christoph Sandmann war zwar in den Wasserhindernissen etwas langsamer als Weinmayr, hat aber insgesamt ideale Wege gefunden, fuhr sauber und schnell", analysierte Meier die Geländeleistung.
In der letzten Teilprüfung liefen die deutschen Fahrer zur Hochform auf und gewannen das Hindernisfahren vor dem Gastgeber. Nur Christoph Sandmann, der Australier Boyd Exell und Weltmeister Ijsbrand waren fehlerfrei in der erlaubten Zeit. Ebenfalls ohne Ballabwurf, aber mit 0,37 Strafpunkten für Zeitüberschreitung, blieb der 18-jährige Michael Brauchle, der damit als Fünfter den Kegelparcours beendete. Die guten Leistungen der deutschen Fahrer rundeten Christian Plücker mit einem Ballabwurf und Ludwig Weinmayr mit 3,93 Strafpunkten ab. "Wir wussten im Vorfeld um den Stellenwert des Kegelfahrens und haben deswegen im Trainingslager in Lähden viele Varianten trainiert. Das hat sich bezahlt gemacht", so ein sichtlich zufriedener Bundestrainer Ewald Meier.
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