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WM-Sichtung Einspänner: Erneuter Sieg für Christoph Dieker

Für Christoph Dieker rückt die Einspänner-Weltmeisterschaft im polnischen Jarantow vom 27. bis 31. August in greifbare Nähe.

  
Nachdem der Student mit seinem Pferd Elmor bereits das internationale Fahrturnier in Dillenburg gewann, war er auch bei der zweiten WM-Sichtung in Herford nicht zu schlagen. Mit 120,154 Strafpunkten siegte er in der Kombinierten Wertung vor Mareike Harm (122,082) mit Morning Star und Thorsten Zarembowicz (122,858) mit Jonathan.

Gewohnt stark präsentierten sich Dieker und Elmor in der Dressur und wussten mit einer ausdrucksstarken Präsentation zu überzeugen. Für dieses Gespann reichte es in der ersten Teilprüfung dennoch nur zum zweiten Platz. "Christoph hat den Sieg in den beiden Zehn-Meter-Volten am Ende der Dressur verschenkt. Hier ging Elmor verspannt, verlor an Schwung und trat nicht mehr wie gewünscht unter den Schwerpunkt", analysierte Bundestrainer Eckardt Meyer die Fehler. Besser unterwegs und während der gesamten Dressur "losgelassen" zeigte sich Morning Star mit Mareike Harm an den Leinen. "Das war eine sehr korrekte, taktreine und gleichmäßige Vorführung", lobte der Bundestrainer die Dressursiegerin. Thorsten Zarembowicz verschaffte sich hier mit Jonathan ebenfalls eine gute Ausgangssituation im Hinblick auf die Gesamtwertung. Jonathan hatte zwar in einigen Phasen Probleme mit der Anlehnung, landete aber mit seinem Fahrer auf dem zwischenzeitlichen dritten Platz.

Das Gelände wurde nicht zuletzt durch den starken Niederschlag am Vortag anspruchsvoll. Bereits in der Schrittphase hatten einige Gespanne mit dem tieferen Boden zu kämpfen. Die sieben anstehenden Hindernisse waren mit vielen Alternativen ausgestattet. "Zwei Hindernisse waren durch lange Wege, andere durch enge Wege geprägt", so Meyer. Die besten Linien durch die Hindernisse fanden Christoph Dieker und Elmor, die den Marathon gewannen. "Trotz der Größe von Elmor (Stockmaß: 1,80 m), zeigte er sich in den engen Hindernissen sehr wendig", betonte der Bundestrainer die Stärken des Pferdes im Marathon. Dicht hinter Dieker platzierte sich im Gelände Dieter Lauterbach mit Rheinprincess, Zarembowicz folgte erneut auf dem dritten Rang.

Mit einem beruhigenden Vorsprung ging Dieker in den abschließenden Kegelparcours. Hier "stürmte" er zu schnell los und fing sich gleich auf der ersten Schlangenlinie zwei Ballabwürfe ein. Am Ende hatte er im Hindernisfahren zehn Strafpunkte auf seinem Konto. "Ich hatte nach dem Marathon 12,5 Punkte Vorsprung und habe es wahrscheinlich etwas zu locker angehen lassen. Ich bin etwas zu frech gefahren", erklärte der Sieger der Kombinierten Wertung seine Ballabwürfe. Vier Strafpunkte kassierte Dieter Lauterbach und erreichte damit nach drei Teilprüfungen Platz vier. Im Hindernisfahren, in dem lediglich zwei Fahrer ohne Fehler blieben, verbuchten Mareike Harm 6,5 und Thorsten Zarembowicz drei Strafpunkte.

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