WM Einspänner: Deutsches Team übernimmt Führung; Lauterbach auf Platz zwei im Marathon
Mit einer starken Leistung im Marathon hat sich das deutsche Einspännerteam bei den Weltmeisterschaften im polnischen Jarantow auf Goldkurs gebracht.
"Unsere Strategie ist voll aufgegangen. Wir hatten uns im Vorfeld vorgenommen, in den Hindernissen die längeren Wege zu fahren. Das war genau richtig", freute sich Bundestrainer Eckhardt Meyer (Hermannsburg) nach dem Marathon.
Nicht nur in der Mannschaftswertung liegen die deutschen Einspännerfahrer aussichtsreich, sondern auch im Einzelwettbewerb. Nach den ersten beiden Teilprüfungen befinden sich Dieter Lauterbach (139,76) und Christoph Dieker (139,83) auf den Plätzen zwei sowie drei. Besser positioniert ist vor dem finalen Kegelfahren nur der Niederländer Jan van den Broek (137,04), dem nach seinem Sieg in der Dressur heute Platz 37 im Gelände ausreichte, um die Führung in der Zwischenwertung zu behaupten und mit einem Vorsprung von rund zwei Punkten auf Lauterbach ins Finale zu gehen.
Nach dem zweiten Platz von Mareike Harm mit Morning Star in der Dressur, glänzte heute der Herborner Dieter Lauterbach mit Platz zwei als bester Deutscher. "Es war ein schwerer aber fairer Marathon, gerecht für eine Weltmeisterschaft. Kompliment an den Parcoursbauer Christian Jseli", so der Bronzemedaillengewinner der WM 2006. "Dieter ist heute stark gefahren und wir haben ihn bewusst als letzten Fahrer auf die Strecke geschickt, da er die meiste Erfahrung hat. Christoph hat ebenso eine prima Leistung gezeigt, auch wenn Elmor zum Ende der Strecke müde wurde", so der Bundestrainer.
Der Sieg im Gelände ging an den Österreicher Andreas Rathner. Der Zweitplatzierte der Zwischenwertung, Christoph Dieker, sicherte sich im Marathon Rang neun. Thorsten Zarembowicz belegte im Gelände Platz 19 und hat mit insgesamt 143,63 Strafpunkten noch Chancen in die Medaillenränge vorzurücken. An achter Stelle liegend trennen ihn von einer Medaille nur rund vier Strafpunkte. Einzelfahrerin Mareike Harm nimmt nach Dressur und Marathon vorerst Platz 16 (149,27) in der Meisterschaftswertung ein.
Die Entscheidung über Titel und Medaillen fällt im abschließenden Hindernisfahren am Sonntag, wo Bundestrainer Eckhardt Meyer nichts dem Zufall überlassen will. "Wir werden morgen früh zunächst den Parcours gemeinsam abgehen. Anschließend werden wird die schwierigen Tore nachbauen und ein paar Mal üben."
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