CAI Dillenburg 2010: Thorsten Zarembowicz gewinnt WM-Sichtung der Einspänner
Einspännerfahrer Thorsten Zarembowicz (Dreieich) hat mit Sunrise das Internationale Turnier am Hessischen Landgestüt in Dillenburg mit 112,78 Punkten gewonnen.
"Das fährt der Thorsten sicher nach Hause", waren die anderen deutschen Fahrer vor dem Kegelfahren überzeugt und behielten recht. Die zweitplatzierte Mareike Harm freute sich nicht nur über ihren zweiten Platz, sondern auch über den Sieg von Thorsten Zarembowicz. "Das Pferd von Thorsten gehört auch mir und dass wir hier Platz eins und zwei holen, ist schon toll", sagte Mareike Harm. Die 24-Jährige lag nach Dressur und Gelände noch auf Platz drei. "Isidor Weber ist eigentlich ein ganz erfahrener Mann und er konnte sich ja auch sogar noch einen Ball erlauben, aber dass er so knapp über die Zeit kommt, war einfach Pech." Weber bekam 0,83 Strafpunkte, weil er nicht in der erlaubten Zeit blieb und verlor so um sechs Hunderstel Platz zwei und rutschte auf Platz drei. Lokalmatador und Vorjahressieger Dieter Lauterbach (Dillenburg) lag mit Rheinprincess nach Dressur und Gelände auf Platz vier und konnte diesen Platz trotz zwei abgeworfener Bälle auch in der Kombinierten Wertung halten. "Platz eins, zwei und vier, damit bin ich sehr zufrieden, obwohl die zwei Bälle von Dieter Lauterbach natürlich ärgerlich waren", sagte Bundestrainer Eckhardt Meyer (Hermannsburg) nach dem Kegelfahren.
Pech hatte dagegen Christoph Dieker (Gescher) mit FST Elmor. Er hatte am Freitag mit einer guten Dressur (Platz zwei) begonnen und lag nach dem Gelände auf Platz zehn in der Kombinierten Wertung. Elmor hatte sich aber in einem Hindernis im Gelände leicht verletzt und lahmte am Samstagabend leicht. "Am nächsten Morgen war es schon viel besser und ich hätte eventuell sogar im Hindernisfahren starten können, aber wir haben uns entschieden, dass Pferd lieber zu schonen", erklärte Dieker, der im Kegelfahren nicht mehr startete.
Als anspruchsvoll hatte sich das Gelände am Samstag erwiesen. "Das ist hier sehr hügelig und bei der Hitze war es natürlich auch sehr anstrengend für die Pferde, aber als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Italien natürlich optimal", sagte Meyer. Allerdings hatten gleich drei Fahrer erhebliche Probleme und kippten mit ihren Kutschen um - Pferde und Fahrer blieben aber unverletzt.
Für die Einspännerfahrer sind die Weltmeisterschaften im italienischen Pratoni del Vivaro vom 30. Juli bis 1. August das große Saisonziel und das Turnier in Dillenburg war eine weitere Station auf dem Sichtungsweg dorthin. Zum 24. Mal hatte der Reit- und Fahrverein Dillenburg in Kooperation mit der Stadt Dillenburg und dem Hessischen Landgestüt Einspännerfahrer aus zwölf Nationen eingeladen. Die letzte Sichtung für die Einspännerfahrer findet im Rahmen der Deutschen Meisterschaften vom 25. bis 27. Juni in Grumbrach-Wildsdruff in Sachsen statt. Dort will der Ausschuss Fahren des Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) dann auch die WM-Teilnehmer benennen.
Auch die Pony-Einspännerfahrer trafen sich zum internationalen Vergleich in Dillenburg. Bester deutscher Fahrer war Patrick Hanisch aus Ennigerloh mit seinem Pony Moses. Er belegte mit 123,91 Punkten Platz drei. "Das Pony hat sich in diesem Jahr sehr gesteigert, es ist viel konstanter und gelassener geworden", sagte Meyer. In der Kombinierten Wertung siegte die Niederländerin Yvonne Ruyter mit Cupido. Sie hätte sich beim abschließenden Kegelfahren sogar noch einen Ball erlauben können, aber sie fuhr eine souveräne Nullrunde durch den Parcours und beendete mit 114,41 Punkten das Turnier. Platz zwei ging an die Schwedin Susanne Ankermark mit Windy Boy Rocket. Theo Bopp (Mainz) platzierte sich mit Lobely auf Rang fünf (133,32), Günter Heitjans (Emsdetten) kam mit Landon auf Rang sieben (136,54).
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