WM Zweispänner 2009: Klaus Tebbe auf Platz drei im Marathon
Nach der Dressur stand bei der Weltmeisterschaft im ungarischen Kecskemet heute der Marathon für die deutschen Zweispännerfahrer auf dem Programm.
"Wir hatten uns ein bisschen was anderes vorgestellt", sagte Bundestrainer Eckhardt Meyer nach dem Gelände und war nicht zufrieden mit den Ergebnissen. Sebastian Warneck, amtierender Vize-Weltmeister, fuhr ordentliche Runden in den acht Hindernissen. Allerdings fielen in Hindernis zwei gleich zwei abwerfbare Teile hinunter, so dass er vier Strafpunkte zusätzlich bekam. Auch Rudolf Huber hatte richtig Pech. Gleich im ersten Hindernis fand er nicht den richtigen Weg zu einem Tor. Er bekam 20 Strafpunkte für korrigiertes Verfahren und zusätzlich fielen bei ihm noch drei Bälle in verschiedenen Hindernissen, so dass er pro Ball noch zwei Strafpunkte zusätzlich kam. Es siegte im Gelände der Niederländer Harrie Verstappen (86,31) vor dem Ungarn Zoltan Lazar (89,59).
Wie Meyer schon zuvor vermutet hatte, war das Gelände sehr anspruchsvoll. Die Phase A hatte 4.100 Meter, die Schrittphase nur 900 Meter und auf einer relativ kurzen Strecke von 7.600 Metern in der Phase E waren acht Hindernisse aufgebaut. "Die Pferde konnten sich nicht erholen zwischen den Hindernissen, außerdem war es sehr heiß", so Meyer.
In der Kombinierten Wertung übernimmt Zoltan Lazar (135,16) nach Dressur und Gelände die Führung. Harrie Verstapppen (135,72) ist zurzeit auf Platz zwei vor dem Schweizer Beat Schenk (139,94), der in der Dressur Platz zwei belegt hatte. Sebastian Warneck liegt zurzeit hinter den Medaillenrängen auf Platz vier (145,68). Klaus Tebbe, deutscher Einzelfahrer, ist auf Platz sieben (147,57), Hans-Georg Schröder auf Platz 14 (153,29) und Rudolf Huber auf Platz 48 (173,69).
Die deutsche Mannschaft, als Titelverteidiger nach Ungarn gereist, bleibt somit nach Dressur und Gelände auf Rang drei hinter den Teams aus den Niederlanden und aus Ungarn. "Mal schauen, was morgen noch so passiert, aber ich befürchte, dass das fast nicht mehr aufzuholen ist", so Meyer im Hinblick auf die Titelverteidigung.
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