WM Zweispänner 2009: Deutsches Team holt Bronze
Das deutsche Team hat bei der Weltmeisterschaft der Zweispänner im ungarischen Kecskemet die Bronze-Medaille mit 306,35 Punkten geholt.
WM-Neuling Hans-Georg Schröder platzierte sich in der Einzelwertung hinter seinem Team-Kollegen Warneck auf Rang acht. Klaus Tebbe kam auf Platz elf, Rudolf Huber auf Platz 41. "Es lief einiges nicht so wie erhofft", sagte Bundestrainer Eckhardt Meyer zu diesem Ergebnis. "Wir sind doch alle etwas enttäuscht, wir wollten schließlich den Titel verteidigen."
Schon nach Dressur und Gelände lag das deutsche Team mit den Mannschaftsfahrern Warneck, Schröder und Huber auf Rang drei hinter den Niederlanden und Ungarn. Im Hindernisfahren konnten die Deutschen den Abstand zu den Führenden nicht mehr aufholen. Bester deutscher Fahrer im Kegelparcours war Hans-Georg Schröder. Er kam mit drei Fehlern in 3:00:78 Minuten ins Ziel und kam damit auf Rang fünf. Von den anderen beiden Mannschaftsfahrern zählte das Ergebnis von Sebastian Warneck für die Teamwertung, er kam auf Platz 18 (3:06:36). "Das Kegelfahren war sehr anspruchsvoll, das war schon ein richtiger Krimi", so Meyer. Besonders die Distanzen waren schwer zu fahren, immer wieder standen die Tore nicht auf einer Linie, sondern waren versetzt. Außerdem war die Zeit sehr knapp bemessen, so dass viele Fahrer mit Zeitfehlern ins Ziel kamen. Am Ende schaffte es nur ein einziger Fahrer fehlerfrei und ohne Strafpunkte für Überschreiten der erlaubten Zeit ins Ziel: der Ungar Peter Varga. "Wenn man überlegt, dass hier die gesamte Weltspitze am Start war, zeigt das doch schon, dass der Hindernisparcours sehr schwer war", so Meyers Beurteilung.
Der dritte deutsche Mannschaftsfahrer Rudolf Huber kam mit 14,73 Fehlern auf Platz 39 (3:28:39) im Hindernisfahren, Klaus Tebbe mit 10,32 Fehlern auf Platz 26 (3:07:63). Sebastian Warneck, nach Gelände und Dressur auf Platz vier, hatte sich im Hindernisfahren viel vorgenommen, denn schließlich waren die Medaillen noch in greifbarer Nähe. Allerdings hatte er in der Distanz mit den Toren sechs, sieben und acht, die sehr versetzt waren, Probleme. Er legte erst zu, bremste dann so stark ab, dass die Kutsche ins Schleudern geriet und quer vor dem Tor stand. Zwei Bälle fielen alleine in dieser Distanz. "Wäre Warneck ohne Fehler geblieben, wäre er sogar noch auf Platz zwei gekommen", sagte der Bundestrainer.
Bereits das Gelände am Samstag hatte das deutsche Team zurückgeworfen. "Dafür hatten wir den Spezialisten Huber mitgenommen, sein Ergebnis hat uns da gefehlt", sagte Meyer. Huber hatte im Gelände richtig Pech. Gleich im ersten Hindernis fand er nicht den richtigen Weg zu einem Tor. Er bekam 20 Strafpunkte für korrigiertes Verfahren und zusätzlich fielen bei ihm noch drei Bälle in verschiedenen Hindernissen, so dass er pro Ball zwei Strafpunkte zusätzlich bekam. Bei Sebastian Warneck waren in Hindernis zwei gleich zwei abwerfbare Teile hinuntergefallen, so dass bei ihm vier Strafpunkte hinzu kamen. Wie auch das Hindernisfahren war auch das Gelände sehr anspruchsvoll. Die Phase A hatte 4.100 Meter, die Schrittphase nur 900 Meter und auf einer relativ kurzen Strecke von 7.600 Metern in der Phase E waren acht Hindernisse aufgebaut. "Die Pferde konnten sich nicht erholen zwischen den Hindernissen, außerdem war es sehr heiß", so Meyer.
Die deutschen Fahrer waren am Donnerstag und Freitag mit der Dressur in die Weltmeisterschaft gestartet. Sebastian Warneck kam mit 41,98 Punkten auf den dritten Platz. Die anderen beiden Mannschaftsfahrer Rudolf Huber und Hans-Georg Schröder kamen auf die Plätze 20 (52,61) und 24 (54,91). Einzelfahrer Klaus Tebbe beendete die Dressur auf Rang 31 (56,83). Die Fahrer hätten alle ihre Leistung erbracht. "Mehr war in der Dressur nicht zu erwarten, das wussten wir vorher schon", zeigte sich Meyer am Freitag noch einigermaßen zufrieden mit den Platzierungen seiner Fahrer.
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