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Teamgold für Deutschland

Die deutschen Fahrer haben bei den Weltmeisterschaften der Ponyfahrer im dänischen Dorthealyst den dritten Weltmeistertitel in Folge im Mannschaftswettbewerb gewonnen. Zudem holten sich Zweispännerfahrer Steffen Abicht Silber und Vierspännerfahrer Thomas Köppen Bronze.

Tobias Bücker / Bild: Jensen ClausenDas Drehbuch zu diesen Weltmeisterschaften hätte aus deutscher Sicht kaum spannender geschrieben werden können. In einer Nervenschlacht bei heftigen Regenschauern hatten die deutschen Fahrer im abschließenden Hindernisfahren Nerven wie Drahtseile. Noch vor dem Kegelfahren lagen die Deutschen im Mannschaftswettbewerb auf Platz zwei mit rund neun Punkten Abstand auf die führenden Niederländer. Zu Beginn des Turniers rangierte das deutsche Team zunächst nur auf dem neunten Platz, arbeitete sich aber Schritt für Schritt nach vorne.

Einspännerfahrerin Sandra Broichhaus musste als erste deutsche Fahrerin in den Kegelparcours. Auf ihr lastete ein besonders hoher Druck, denn nach dem Ausscheiden von Elke Hillebrandt (Coesfeld) im Marathon, zählte ihr Ergebnis für die Nationenpreiswertung. Broichhaus hielt dem Druck stand und leistete sich lediglich 0,09 Strafpunkte. Am Ende bedeutete dieses Ergebnis für sie Platz acht in der Einzelwertung. Die Niederlande erlaubte sich drei Strafpunkte. Die Deutschen mussten somit noch einen Rückstand von knapp sechs Punkten in den verbleibenden Anspannungsarten aufholen, um die Teamwertung  gewinnen zu können. Weltmeister bei den Einspännern wurde Peter Koux aus Dänemark, Silber gewann die Schwedin Ann-Christin Arvidsson und Bronze sicherte sich Sarah Howe aus Großbritannien.

  
Bereits Zweispännerfahrer Steffen Brauchle (Lauchheim) sorgte dafür, dass das deutsche Team auf Goldkurs lag. Während der WM-Debütant ohne Strafpunkte das Ziel im Hindernisparcours erreichte, kassierte die Niederlande 6,36 Strafpunkte und reihte sich in der zwischenzeitlichen Nationenpreiswertung hinter Deutschland auf dem zweiten Platz ein. Brauchle kam in der Einzelwertung auf den fünften Platz. Steffen Abicht erlaubte sich 4,85 Strafpunkte und sicherte sich damit die Silbermedaille hinter Miranda Cadwell aus den USA. Bronze ging an den Dänen Lars Dau.

In Führung liegend galt es für das deutsche Team den minimalen Vorsprung von nicht einmal einem Strafpunkt bei den Vierspännern zu verteidigen. Tobias Bücker (Emsdetten) und Thomas Köppen zeigten keine Schwäche, fuhren beide Nullrunden und sicherten den erneuten Weltmeistertitel für die deutschen Ponyfahrer. Die Niederlande kam auf Platz zwei und die USA erreichte den dritten Platz. Bücker landete am Ende auf dem neunten Platz in der Einzelwertung, Thomas Köppen gewann Bronze und holte sich damit seine erste Medaille bei einer Weltmeisterschaft. Neuer Weltmeister der Vierspännerfahrer ist der Niederländer Jan de Boer, der seinen Landsmann Aart van de Kamp Jr. auf den zweiten Platz verwies.

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