WM Ponyfahrer 2009: Deutsches Team bleibt nach dem Gelände in Führung
Bei der Weltmeisterschaft der Ponyfahrer im westfälischen Greven bleibt die deutsche Mannschaft nach Dressur und Gelände in Führung, der große Vorsprung ist allerdings nach dem Gelände bis auf zwei Punkte zusammengeschrumpft.
"Eine WM ist eben etwas ganz besonderes und bei manchen Fahrern ging das dann doch an die Nerven", sagte Cheftrainer Ewald Meier nach dem Marathon. Besonders bei den Einspännern lief es nicht so rund. Hier kamen Mannschaftsfahrer Herbert Rietzler ( 81,92 Punkte) mit Filou und Lars Heidotting ( 86,62) mit Brisco auf die Plätze zehn und 17. In der Kombinierten Wertung führt bei den Einspännern jetzt der Niederländer Arjo van Kekem vor der US-Amerikanerin Suzy Stafford und der Niederländerin Melanie Becker. Franz-Josef Lehmkuhl ist auf Platz fünf, Herbert Rietzler auf Platz sieben.
Bei den Zweispännern kamen zwar mit Dieter Baackmann und Daniel Schneiders zwei Deutsche auf die ersten Plätze. Diese beiden starten aber als Einzelfahrer, so dass ihre Ergebnisse nicht für die Mannschaftswertung zählen. Mannschaftsfahrer Steffen Abicht, nach der Dressur auf Platz zwei, kam mit 87,25 Punkten nach acht Hindernissen auf Rang 17 im Gelände, das Ergebnis zählt für das Team. "Das war schon sehr anspruchsvoll und meine Pferde gingen nicht so vorwärts wie sonst", erklärte er nach seiner Runde. In der Kombinierten Wertung ist er jetzt auf Platz drei. Stephan Koch, der zweite Mannschaftsfahrer der Zweispänner, kam mit 90,17 Punkten auf Rang 22 im Gelände. Nach der Dressur führte Koch und ist jetzt auf dem zweiten Platz in der Kombinierten Wertung. Die Führung übernahm hier Daniel Schneiders mit seinem vierten Platz in der Dressur und Platz zwei im Gelände. Dieter Baackmann freute sich sehr nach dem Gelände. Bei seiner ersten WM-Teilnahme lief die Dressur zwar noch nicht so rund und er kam nur auf Platz 26. Im Gelände sah es dagegen ganz anders aus. "Die Ponys waren super drauf, denen liegt das warme Wetter aber auch besonders", sagte er. "Ich hab mich von Platz 26 auf Platz acht in der Kombinierten Wertung vorgearbeitet, das ist doch einfach super", sagte er begeistert.
Das Gelände der Vierspänner gewann der Niederländer Aart van de Kamp, der mit seinen kleinen, wendigen Ponys immer besonders eng und schnell durch die Wendungen kam. Er beendete das Gelände mit 85,86 Punkten vor seinem Landsmann und Teamkollegen Jan de Boer (86,97 Punkte). Auf den dritten Rang kam Martin Thiemann ( 89,42), deutscher Einzelfahrer, der wieder besonders enge Wege zu den Toren in den Hindernissen wählte und so in kurzer Zeit die acht Hindernisse beenden konnte. Die beiden deutschen Mannschaftsfahrer Tobias Bücker ( 95,43), der die Dressur gewann, und Steffen Brauchle ( 91,12), Platz drei in der Dressur, fuhren auf die Plätze zwölf und sechs. In der Kombinierten Wertung führt nach Dressur und Gelände Tobias Bücker (138,19) vor Steffen Brauchle (141,43) und dem Niederländer Jan de Boer (141,62). Bücker darf somit einen Ball von einem Kegel herunter werfen, um den Titel des Einzelweltmeisters zu gewinnen.
Für die Mannschaftswertung bedeutet das, dass das Ergebnis von Einspännerfahrer Herbert Rietzler, das von Zweispännerfahrer Steffen Abicht und das von Vierspännerfahrer Steffen Brauchle zählen. Mit 396,35 Punkten bleibt das deutsche Team vor dem Hindernisfahren am Sonntag damit ganz knapp in Führung. Auf dem zweiten Platz ist jetzt allerdings nicht mehr die belgische Mannschaft (407,47 Punkte), sondern das Team aus den Niederlanden mit 398,35 Punkten. Die Teams liegen so dicht beieinander, dass schon ein gefallener Ball von einem Kegel über den Titel entscheiden kann. Als führende Mannschaft starten die Deutschen als Letzte in den Kegelparcours. "Das könnte morgen noch ein psychologisches Problem werden und ich denke, dass die Mannschaftsweltmeisterschaft mit dem letzten Gespann entschieden wird", sagte der deutsche Equipe-Chef Fritz Otto-Erley.
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