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WM Ponyfahrer 2009: Franz-Josef Lehmkuhl wird Vize-Weltmeister der Einspännerfahrer

Bei der US-Amerikanerin Suzy Stafford fiel der zweite Ball im Hindernisparcours von einem Kegel und Franz-Josef Lehmkuhl riss die Siegerfaust in die Höhe.

  
Um ihn herum brach Jubel aus, denn damit war klar, dass er eine Medaille gewonnen hatte. Als dann auch noch der bis dahin führende Niederländer Arjo van Kekem den Hindernisparcours mit zwölf Punkten für vier gefallene Bälle beendete, war klar, dass Lehmkuhl mit seinem Pony Maverick sogar Silber gewonnen hatte.

Bei den Einspännerfahrern wurde nach dem Hindernisfahren die Platzierung noch einmal gründlich durcheinander geworfen. Franz-Josef Lehmkuhl lag nach Dressur und Gelände auf Platz fünf in der Kombinierten Wertung und beendete mit 6,47 Fehlern das Hindernisfahren. Die Niederländerin Melanie Becker, nach Dressur und Gelände auf Rang drei, bewies Nervenstärke. Sie blieb fehlerfrei und überschritt nur ganz knapp die erlaubte Zeit, so dass sie mit 0,19 Punkten nicht nur das Hindernisfahren gewann, sondern sich damit auch den Titel des Weltmeisters sicherte. Denn die US-Amerikanerin Suzy Stafford fuhr nach ihr und kam mit 7,54 Punkten ins Ziel, am Ende konnte sie sich über Bronze freuen. Der Niederländer Arjo van Kekem, bis dahin noch Führender, rutschte durch seine zwölf Punkte im Kegelparcours auf den fünften Rang ab. Die Weltmeisterin Melanie Becker ist erst im vergangenen Jahr erstmalig international gestartet und freute sich riesig über den überraschenden Erfolg.

Der deutsche Mannschaftsfahrer Herbert Rietzler, nach Dressur und Gelände auf Rang sieben, konnte sich durch eine fehlerfreie Runde in der Kombinierten Wertung weiter nach vorne schieben. Er zeigte eine saubere Runde im Kegelparcours, allerdings blieb er nicht ganz in der erlaubten Zeit und bekam 4,89 Punkte. Das bedeutete im Hindernisfahren Platz vier und in der Kombinierten Wertung der Weltmeisterschaft Platz vier. Für die Mannschaftswertung zählen die 4,89 Punkte von Rietzler, denn der zweite Mannschaftsfahrer Lars Heidotting kam mit 17,37 Punkten ins Ziel. Er lieferte nicht nur das Streichergebnis, sondern rutschte auch in der Kombinierten Wertung von Platz elf auf Platz 19 ab. "Einmal silber und Platz vier für Deutschland, das ist schon gut, aber in der Mannschaftswertung hätten wir doch gerne mehr Vorsprung", sagte Cheftrainer Ewald Meier zu den Ergebnissen. Der Titelverteidiger, der Däne Peter Koux , kam am Ende auf Rang acht.

Der 61-jährige Franz-Josef Lehmkuhl beendet nach der Weltmeisterschaft seine internationale Karriere und freute sich um so mehr über den Erfolg. Schon nach seinem Sieg in der Dressur hatte er von einem "Traum-Ergebnis" gesprochen. Zu seiner Zukunft erklärte er: "Das Pony soll verkauft werden und ich werde dann junge Pferde ausbilden." Außerdem wird er als Trainer um die Nachwuchsförderung kümmern und will als Parcourschef tätig werden.

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