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CAIP Emsdetten: Deutsche Zweispänner dominieren erste WM-Sichtung

Beim Internationalen Pony-Fahrturnier CAIP in Emsdetten, der ersten Sichtung zur diesjährigen Weltmeisterschaft, hat Vierspänner-Fahrer Tobias Bücker (Emsdetten) den Sieg in der Kombinierten Wertung verpasst und kam auf Rang drei.

  
Bei den Zweispännern belegten mit Stefan Koch (Hamburg), Steffen Abicht (Bad Düben) und Daniel Schneiders (Neuenkirchen) gleich drei deutsche Fahrer die vorderen Plätze. Günter Heitjans kam mit seinem Pony Landon bei den Einspännern auf den sechsten Platz und war damit bester Deutscher.

Nach der Dressur am Freitag war Tobias Bücker mit seinem Vierspänner als Führender in das Gelände gestartet. Dort belegte er den neunten Platz. In der Kombinierten Wertung lag er vor dem abschließenden Hindernisfahren auf Rang zwei. Als bis dahin Führender hätte sich der Niederländer Jan de Boer beim Hindernisfahren sogar einen Fehler erlauben können, aber bei ihm fielen gleich zwei Bälle von den Kegeln und er rutschte auf Rang zwei zurück. Aber auch Tobias Bücker blieb nicht fehlerfrei, so dass sich der bis dahin drittplatzierte Niederländer Aart van der Kamp jun. noch an Bücker und seinen Landsmann de Boer vorbei schieben konnte und die erste Sichtung gewann. "Tobi hat den Sieg verschenkt", sagte Chef-Bundestrainer Ewald Meier zu dem Fehler an Hinderniss 14. "Er hätte das linke Pferd gar nicht mehr mit der Peitsche anticken müssen, es passte alles." Auch die anderen Kader-Fahrer zeigten sich gut in Form. So belegten Thomas Köppen (Dreieich), Martin Thiemann (Saerbeck), Steffen Brauchle (Lauchheim) und Diethelm Kneifel (Wunstorf) die Plätze fünf bis acht.

Besonders erfolgreich waren die deutschen Zweispänner-Fahrer. Nicht nur die ersten drei Plätze gingen in der Kombinierten Wertung nach Deutschland, sondern auch fünf weitere Deutsche kamen unter die ersten zehn. So belegte Dennis Schneider (Petershagen) Platz sechs, Dieter Baackmann (Emsdetten) Platz sieben, Arndt Lörcher (Wolfenbüttel) Platz acht, Tim Dallmann Platz neun, Christof Weihe Platz (Friedewalde) Platz zehn und Marc Müller (Schmelz) Platz 13.

"Mit den Vierspännern sind wir zufrieden und mit den Zweispännern sogar sehr", sagte Bundestrainer Ewald Meier. "Aber die Einspänner sind das große Manko, obwohl wir gute Ponys haben." Die Favoriten hätten sich noch nicht in Top-Form gezeigt. So beendete Herbert Rietzler (Rettenberg) die Kombinierte Wertung auf dem zwölften Rang. Nach der Dressur lag er auf Platz fünf, aber im Gelände rammte er ein Hinderniss, so dass er dort sehr viel Zeit verlor. "Das Gelände hätte er sonst gewonnen", war sich Eckhard Meyer (Hermannsburg), verantwortlicher Bundestrainer für die Ein- und Zweispänner, sicher. Hinzu kamen noch zwölf Punkte beim Hindernisfahren. Die anderen Kader-Fahrer Franz-Josef Lehmkuhl (Emsdetten) mit Night Moon, Lars Heidotting (Emsdetten) mit Brisco, David Rammes (Emsdetten) mit Luigi und Theo Bopp (Mainz) mit Lobely beendeten die Kombinierte Wertung auf den Plätzen neun, 13, 14 und 24.

Die erste Sichtung sei "bestens gelaufen" sagte Meier nach dem Turnier. "Das Gelände war schwer und es waren sehr enge Hindernisse." Der weitere Weg bis zur WM vom 14. bis 16. August in Greven führt jetzt noch über drei Sichtungsturniere in Biblis, Herford beziehungsweise Dillenburg (Einspänner) und die Deutschen Meisterschaften in Minden-Kutenhausen. "Wir werden nicht groß ins Ausland fahren, sondern national unterwegs sein und nur die Sichtungen fahren", erklärte Meier das weitere Programm. Nach den Deutschen Meisterschaften in Minden würden dann die Fahrer für die WM nominiert. "Bis jetzt ist noch alles offen."

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