Cayenne W gewinnt WM der fünf Jahre alten Dressurpferde
Wie dicht großes Glück und Riesenpech beieinander liegen können, erlebten die Zuschauer der WM unmittelbar am Beispiel der Stute Blind Date, die mit Brigitte Wittig im Sattel die WM-Qualifikation am Freitag souverän gewonnen hatte.
Die Tränen kullerten bei Susan Pape! Die für Großbritannien startende Dressurreiterin steuerte die Westfalen-Stute Cayenne W zum Sieg in der Weltmeisterschaft der fünf Jahre alten Dressurpferde. Zweimal vergaben die Richter die Wertnote neun für die Carabas – Bismarck-Tochter – sowohl der Trab, als auch der generelle Eindruck erzeugten Spitzennoten. Insgesamt kam Cayenne W auf die Wertnote 8,82. Der Siegerin folgte in der Rangierung ein Oldenburger Hengst und eine Oldenburger Stute. Juliane Brunkhorst stellte den Rubin Royal – Landadel-Sohn Revanche de Rubin OLD in Verden vor und gewann mit der Note 8,52 Silber, der Bronzerang ging an die Caprimond – Donnerhall-Tochter Noble-Dream (8,34).
Wie dicht großes Glück und Riesenpech beieinander liegen können, erlebten die Zuschauer der WM unmittelbar am Beispiel der Stute Blind Date, die mit Brigitte Wittig im Sattel die WM-Qualifikation am Freitag souverän gewonnen hatte. Doch dann gab es kein Happy End für Blind Date. Kurz vor dem Start musste Wittig die Breitling W-Donnerhall-Tochter zurückziehen, weil sich die Stute auf dem Abreiteplatz vertreten hatte. „Ich habe keine Ahnung, was es ist,“ so Wittig, „sie hat eine Satz gemacht und ging danach nicht klar.“ Auf die nächste WM-Chance müssen Pferd und Reiterin nun ein Jahr lang warten. Da mag es tröstlich gewesen sein, dass die neue Weltmeisterin Cayenne W aus der Zucht der Familie Wittig stammt. Besitzerin der schicken dunkelbraunen Stute ist Akemi Tanaka aus Tokio.
Ein erstes Finale feierten auch die Springreiter im großen Stadion in Verden. Otto Vaske (Emstek) gewann mit Lagran den Preis der Kreissparkasse Verden, das Finale der Mittleren Tour in einer klassischen Springprüfung Kl. S* vor Joachim Heyer auf Cortado und Markus Beerbaum mit Herold. Ein großen Schritt Richtung Großer Preis machte Sören Pedersen, Däne mit Wohnsitz in Wildeshausen. Er gewann mit Lobster die Qualifikation im Preis der Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik, ein schweres Springen auf Zwei-Sterne-Niveau. Am Sonntag geht es für die Springreiter im Verdener Reiterstadion um den Höhepunkt, den mit 20.000 Euro dotierten Großen Preis von Verden.
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