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Weltcup-Finale Vielseitigkeit: Platz drei für Frank Ostholt

Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt (GER) hat mit dem Hannoveraner Air Jordan beim Weltcup-Finale Vielseitigkeit im französischen Deauville als bester Deutscher Platz drei belegt.

Cayton Fredericks (AUS) - Gewinner des Weltcup-Finals der Vielseitigkeitsreiter 2008Der Sieg ging an den australischen Vize-Weltmeister Clayton Fredericks mit Ben Along Time, auf Platz zwei landete die Britin Pippa Funnell mit Ensign. "Erst der Sieg in Aachen, dann in Schenefeld und jetzt ein dritter Platz im Weltcup-Finale - das ist ein toller Erfolg", sagte Ostholt. "Und Air Jordan ist ein echtes Ausnahmepferd."

Allerdings hatte sich der Mannschafts-Olympiasieger für seinen ersten Start bei einem Weltcup-Finale auch "viel vorgenommen." Ostholt: "Aber das haben andere natürlich auch und das war hier ja auch ein klasse Starterfeld. Mein Ziel war es eigentlich, mit meinem Dressurergebnis zu beenden. Aber das hat schon im Gelände nicht ganz gereicht. Es war sehr flach und die Sprünge kamen dicht aufeinander. Air Jordan war am Anfang sehr stark, da musste ich ihn etwas zurücknehmen und konnte die fehlende Zeit hinterher nicht mehr ganz ausgleichen."

  
Als Sechster nach Dressur und Geländeritt gehörte Ostholt gemeinsam mit vier weiteren Reitern zu den engsten Verfolgern des Australiers Clayton Fredericks. Als Führender nach der Dressur hatte dieser trotz einer Schrecksekunde im Gelände, als er nach einem Rumpler seines Pferdes Ben Along Time kurzfristig vor den Sattel zu sitzen kam und dabei einen Steigbügel verlor, die Strecke ohne Hindernisfehler beendet und konnte sich im abschließenden Springen einen Abwurf leisten, ohne seinen zweiten Sieg in einem Weltcup-Finale zu gefährden (Endstand 44,9 Minuspunkte). Diesen Spielraum hatten seine Verfolger nicht, wenn sie ihre Platzierung behalten wollten. So rückte Frank Ostholt mit nur einem Abwurf in der dreifachen Kombination ganze drei Plätze vor (50,9) und musste neben Fredericks lediglich der zweifachen Europameisterin Pippa Funnell mit Ensign (Endstand 49,9) den Vortritt lassen, die ebenfalls einen Fehler im Springen gemacht hatte.

"Das Springen war sehr anspruchsvoll. Schon allein, weil es sich um einen sehr begrenzen Springplatz handelte, auf dem viele Wendungen zu reiten waren", sagte Ostholt. Insgesamt blieben nur drei Paare im Parcours fehlerfrei. Gleich zwei Abwürfe kosteten den bis dahin besten Deutschen, Michael Jung (Horb) mit La Biosthetique Sam, den zweiten Platz. Er wurde Vierter (53,0) vor Europameister Nicolas Touzaint (Frankreich) mit Hidalgo de l'Ile (53,7) und Kai Rüder (Blieschendorf) mit Leprince des Bois (58,1). Sehr zufrieden mit dem Abschneiden der deutschen Reiter äußerte sich Bundestrainer Hans Melzer (Putensen): "Vier Reiter unter den ersten Zehn ist ein sehr gutes Ergebnis für uns." So landete auch Frank Ostholts jüngerer Bruder Andreas Ostholt (Warendorf) mit Lady Lemon FRH in Deauville noch in den Top Ten. Mit einem Gesamtergebnis von 63,6 Minuspunkte wurde er Neunter. Insgesamt gingen 37 Paare beim Weltcup-Finale an den Start. Der australische Berufsreiter Kevin McNab, der die Weltcup-Rangliste nach 16 Stationen angeführt hatte, belegte im Finale mit Gameplay Platz zehn.

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