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Weltcupfinale Vielseitigkeit 2009: Frank Ostholt übernimmt Führung nach Gelände

Mit einer schnellen und fehlerfreien Geländerunde hat Frank Ostholt (GER) mit Air Jordan die Führung im Vielseitigkeits-Weltcupfinale im polnischen Strezgom übernommen.

  
Der Mannschafts-Olympiasieger startete heute als drittletzter Reiter in die Geländestrecke und beendete den Kurs ohne Hindernisfehler nur sechs Sekunden über der erlaubten Zeit. Damit rückte er vom zweiten Platz nach Dressur auf die Spitzenposition vor, wobei er auch vom Pech des "Dressursiegers" Oliver Townend (GBR) profitierte. Dessen Schimmel Flint Curtis war gleich zu Beginn der Prüfung in einer Kurve ausgerutscht, woraufhin das Paar ausscheiden musste.

Schneller als Frank Ostholt war im Strzegomer Gelände nur der aktuelle Luhmühlen-Sieger Michael Jung (GER) mit La Biosthetique Sam unterwegs. Der Schwabe kam mit nur zwei Sekunden Verspätung ins Ziel und rückte damit auf den zweiten Platz in Zwischenwertung vor. Innerhalb der erlaubten Zeit blieb keiner der insgesamt 29 Teilnehmer am Geländeritt. Auch nicht der ehemalige Weltcupgewinner und Vize-Weltmeister Clayton Fredericks (AUS) mit Ben Along Time, der mit einer weiteren fehlerfreien Runde seinen dritten Platz nach Dressur halten konnte.

Mit insgesamt sieben Paaren ist Deutschland die am stärksten vertretene Nation in diesem Weltcupfinale. Als erste Deutsche musste Marina Köhncke mit Calma Schelly, Siegerin der Weltcupqualifikation in Malmö, auf die Strecke. Mit einer stilistisch schönen wie effektiven Runde machte sie zehn Plätze im Klassement gut und belegt damit nach Dressur und Gelände den sechsten Platz. Zwischen ihr und dem Spitzentrio konnten sich nur die Britin Ruth Edge mit P.C. Wilson, Zweitplatzierte im CIC*** Luhmühlen in diesem Jahr, sowie der Aachen-Sieger 2009 Andreas Dibowski mit Euroridings Butts Leon platzieren. Ebenfalls unter den ersten Zehn rangiert Kai Rüder mit Leprince des Bois nach Dressur und Geländeritt. Pech hatte dagegen Dirk Schrade. Sein King Artus stoppte plötzlich am 18ten Hindernis, einem schmalen, bergauf zu springenden Oxer, wofür der gebürtige Schwabe mit 20 Minuspunkten bestraft wurde. Trotz einer schnellen Runde fiel er damit vom sechsten auf den zwölften Platz zurück. Ebenfalls eine Verweigerung kassierte Robert Sirch mit Ballymakenny. Er rangiert damit auf dem 20sten und letzten Platz in der Gesamtwertung nach Dressur und Gelände.

Zu den neun Paaren, die die Geländeprüfung nicht beenden konnten, zählte neben Oliver Townend auch "Vielseitigkeits-Legende" Mark Todd (Neuseeland). Der zweimalige Olympiasieger kam bei einer Verweigerung seines Schimmels Gandalf an den "Hongkong-Ecken" aus dem Sattel und schied damit aus. Die aktuelle Lexington-Gewinnerin Lucinda Fredericks (AUS) hatte nach einem für sie enttäuschenden Dressurergebnis ihre Stute Headley Britannia schon vor dem Start ins Gelände vom Wettbewerb zurückgezogen.

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