CIC Marbach: Simone Deitermann führt nach Dressur und Gelände
Bei der internationalen Marbacher Vielseitigkeit, der einzigen Weltcupqualifikationsprüfung in Deutschland in diesem Jahr, hat Simone Deitermann mit Flambeau H ihre Führungsposition nach Dressur im Gelände verteidigt.
Mit hauchdünnem Vorsprung rangiert die Saerbeckerin vor dem abschließenden Springen vor Julia Mestern (Neritz) mit Schorsch und "Lokalmatador" Michael Jung (Horb) mit La Biosthetique Sam.Als "selektiver als erwartet" erwies sich der von Gerd Haiber gestaltete, rund 4.000 Meter lange Geländekurs. "Vom Grundprinzip wollte ich nicht allzu viel verändern, nur das technische Niveau anheben - und das ist mir wohl auch gelungen...", so der Bisinger. Der einzige zeit- und hindernisfehlerfrei Runde gelang der Boekelo-Siegerin Julia Mestern mit Schorsch, die damit bis auf 0,1 Punkt an die führende Simone Deitermann mit Flambeau H heranritt. Für diese schlagen nach Dressur (32,2) und Gelände (7,6) insgesamt 39,9 Minuspunkte zu Buche. Ganz dicht auf den Fersen sind den beiden Führenden auch Michael Jung und La Biosthetique Sam. Trotz eines verspäteten Starts - dem Wallach musste kurz vor dem Start ein Hufeisen gerichtet werden - kam das Paar nur acht Sekunden über der erlaubten Zeit ins Ziel und hat damit 40,7 auf dem Konto. Ähnlich wie seine beiden Kolleginnen sieht Jung dem morgigen Abschussspringen zuversichtlich entgegen: "Ich will ja keinen Druck machen... ", sagte er schmunzelnd, "aber eigentlich habe ich ein sehr gutes Gefühl. Normalerweise ist Sam ein sehr vorsichtiges Pferd, das immer sehr gut springt und hier im Gelände einen sehr frischen Eindruck gemacht hat."
Insgesamt traten 54 Paare bei strahlendem Sonnenschein zum Geländeritt an. Einer Teilnehmerin, der Niederländerin Madeleine Brugman, wurde wegen fehlender "Medical Card", die alle Reiter auf der Strecke bei sich führen müssen, der Start in den Cross verweigert. 38 Paare kamen ins Ziel, zehn Paare schieden nach Verweigerungen, sechs nach Stürzen des Reiters beziehungsweise des Pferdes aus. Als besonders knifflig erwies sich die Hinderniskombination sechs - ein Tiefsprung mit zwei nachfolgenden schmalen Elementen auf gebogener Linie, an der unter anderem so prominente Reiter wie Andrew Hoy (Australien) mit Grand Joca (Platz 30) und Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Gadget de la Cere (Platz 15) Fehler kassierten.
Das CIC***-W war zugleich erste Station der Jeep Big Four Trophy (FN), außerdem ist es Bestandteil des Derby Dynamic Cups. Wie schon in den Vorjahren geht es für die Berufsreiter im Starterfeld auch um den Titel des Berufsreiterchampions Vielseitigkeit. Hier liegt nach Dressur und Gelände Pferdewirtin Julia Mestern einem Titelgewinn am nächsten.

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