Weltcupfinale Springen Genf: Durchwachsener Auftakt für deutsche Springreiter
Die deutschen Springreiter haben beim Weltcupfinale in Genf einen durchwachsenen Start in das Turnier erwischt. Beim ersten Zeitspringen, der ersten von drei Teilprüfungen reihten sich die Deutschen zwischen Platz zehn und 17 ein.
Marcus Ehning ging als letzter Starter in den Parcours, leistete sich mit Noltes Küchengirl keinen Fehler und wurde dennoch "nur" Zehnter (75,26 Sekunden). "Das lief heute nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Stute zeigte sich im Parcours nicht wie erhofft und ich musste flexibel reagieren. Das kostete Zeit", sagte Ehning. Ab morgen wechselt Ehning, der als einziger Deutscher mit zwei Pferden am Start ist, auf seinen Hengst Plot Blue.
Der Sieg ging im Zeitspringen an den US-Amerikaner
Rich Fellers mit Flexible (70,63 Sekunden), der seinen Landsmann
McLain Ward mit Sapphire (71,13) auf Platz zwei verwies. Dritter wurde der dreimalige
Weltcupsieger Rodrigo Pessoa aus Brasilien mit Let´s Fly (72,36). Der elfjährige Hannoveraner Wallach Let´s Fly ist ein Halbbruder vor Shutterfly, dem Erfolgspferd von Meredith-Michaels Beerbaum (Thedinghausen), die nach ihrer Babypause auf die Titelverteidigung beim Weltcupfinale in Genf verzichtete.
Zufrieden zeigten sich die deutschen Trainer mit Perspektivgruppenmitglied Philipp Weishaupt, der in Genf seine Premiere in einem Weltcupfinale feiert und beim Auftaktspringen mit Catoki nach einem fehlerfreien Ritt Zwölfter wurde (75,57). "Ich bin stolz auf ihn", sagte Heinrich Hermann Engemann, Disziplintrainer der deutschen Springreiter, zu seinem Schützling. "Das ist eine gute Basis für die kommenden Tage", so Engemann weiter. "Heute lief es echt gut, obwohl ich nicht alles riskiert habe. Wir haben uns auf dieses Turnier im Heimtraining auf dem Außenplatz vorbereitet, denn die Ausmaße in dieser riesigen Halle haben nichts mit einem Hallenspringen gemeinsam", kommentierte Weishaupt die Vorbereitung auf das Finale.
Jeweils einen Abwurf am gleichen Hindernis leisteten sich Marco Kutscher mit Cash (76,06) und Ludger Beerbaum mit Gotha (77,54). Nach der ersten Teilprüfung rangieren sie auf den Plätzen 15 und 17. Trotz des Fehlers war Ludger Beerbaum hinsichtlich der kommenden Teilprüfungen zuversichtlich: "Vielleicht bin ich den Parcours etwas zu frech angegangen, so dass es bei der Stute im weiteren Verlauf zu einem Flüchtigkeitsfehler kam. Wenn wir morgen fehlerfrei bleiben, ist der Ball wieder im Spiel." Auch Bundestrainer Otto Becker zog ein positives Tagesfazit: "Insgesamt bin ich mit dem Auftakt zufrieden. Das war bis jetzt ein ordentliches Mannschaftsergebnis, auch wenn wir sicherlich mit dem ein oder anderen unserer Reiter eine vordere Platzierung erhofft hatten."
Die deutschen Springreiter haben beim Weltcupfinale in Genf einen Doppelerfolg gefeiert. Marcus Ehning sicherte sich nach 2003 und 2006 zum dritten Mal den Weltcuptitel.
Die deutschen Springreiter haben erneut Plätze beim Weltcupfinale in Genf gut gemacht. Der Grund ist, dass die 15-jährige Stute Sapphire des amerikanischen Springreiters McLain Ward, der bislang die Gesamtwertung angeführt hatte, ausgeschlossen wurde.
Die deutschen Springreiter haben beim Weltcupfinale in Genf mit der Aufholjagd begonnen. Nachdem gestern nur die Plätze 10, 12, 15 und 17 belegt hatten, arbeiteten sie sich heute nach vorne.
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