Partner Pferd 2012: Weltcup-Triumph für Christian Ahlmann
Nach viermonatiger Turnierpause meldete sich der niederländische Hengst Taloubet Z eindrucksvoll auf der sportlichen Bühne zurück. Mit Christian Ahlmann gewann er das Rolex FEI Weltcup-Springen in Leipzig.
Christian Ahlmann wirkte sichtlich überrascht. Mit einem Sieg im Leipziger
Weltcup-Springen hatte er nicht gerechnet. Vier Monate lang war der zwölfjährige Taloubet Z aus dem Gestüt Zangersheide nicht mehr im Wettkampf eingesetzt worden. Ahlmann erklärte: „Das Turnier begann mäßig, am ersten Tag hatte Taloubet drei Fehler in einem Springen, aber dann hat er sich enorm gesteigert. Trotzdem, im Stechen kamen noch so viele gute Reiter nach mir, dass ich mir sicher war, dass es schnellere Ritte geben würde.“ Doch 40,60 fehlerfreie Sekunden sollten reichen, im zwölfköpfigen Stechen des technisch sehr anspruchsvollen Weltcup-Springens, zugleich Großer Preis von Leipzig, die Konkurrenz auf die Plätze zu verweisen. Der Sieg wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 37.500 Euro belohnt.
Einen Wimpernschlag langsamer (40,77 Sekunden) absolvierte der Shooting-Star der Saison, Katrin Eckermann aus Münster, auf dem elfjährigen rheinischen Wallach Carlson das Stechen. Die vom ehemaligen Bundestrainer Kurt Gravemeier trainierte 22-Jährige erhielt höchstes Lob vom aktuellen Bundestrainer Otto Becker: „Für sie ist es in ihrer ersten Saison bei den Senioren sehr schwer, aber wir alle ziehen den Hut, wie sie diese schweren Aufgaben hier löst.“
Auf dem dritten Rang, wiederum nur minimal langsamer, folgte Marcus Ehning mit der 13-jährigen Sandro Boy-Tochter Sabrina (40,87). Bundestrainer Otto Becker zog freudestrahlend Bilanz: „Die Plätze eins bis drei in deutscher Hand, insgesamt sieben Deutsche im Stechen, also wir können mit dem Leipziger Turnier sehr zufrieden sein.“
Hinter dem an vierter Stelle platzierten Iren Billy Twomey auf Tinka’s Serenade (0/41,73) folgte der Schweden Henrik von Eckermann (0/43,02). Er ritt den westfälischen Wallach Allerdings, mit dem bislang vorwiegend sein Riesenbecker Stallkollege Marco Kutscher unterwegs war. Ihr Chef Ludger Beerbaum belegte auf der Hannoveranerin Gotha den achten Platz (84/52,24), Marco Kutscher folgte mit Cornet Obolensky auf Rang 11 ((8/50,66), und Florian Meyer zu Hartum mit Heidegirl Wichenstein wurde 13 (12/46,41). Sie alle hatten das Stechen erreicht.
Nach neu von zwölf Etappen des Weltcups Springen, dessen Finale Mitte April im niederländischen s’Hertogenbosch ausgetragen wird, sieht die Rangierung wie folgt aus: 1. Rolf-Göran Bengtsson (SWE) 74 Punkte, 2. Dennis Lynch (IRL) 54, 3. Keven Staut (FRA) 53, 4. Steve Guerdat (SUI) 51, 5. Pius Schwizer (SUI) 48, 6. Nick Skelton (GBR) 48, 7. Scott Brash (GBR) 43, 8. Patrice Delaveau (FRA) 43, 9. Emilie Martinsen (DEN) 39, 10. Ludger Beerbaum 39… 13. Marco Kutscher 33, 14. Marcus Ehning 34… 16. Meredith Michaels-Beerbaum 28 … 22. Philipp Weishaupt 22
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