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CIC Malmöv 2011: Julia Krajewski auf Platz zwei

Beim Weltcupturnier in Malmö/Schweden feierte Julia Krajewski aus Warendorf ihren bislang größten Erfolg. Im Sattel von After the Battle belegte die 22-Jährige Platz zwei hinter dem Schweden Niklas Lindbäck mit Mr. Pooh.

  
Kai Rüder (Blieschendorf) wurde mit Leprince de Bois Dritter, Ingrid Klimke (Münster) mit FRH Butts Abraxxas Fünfte. Beide hatten nach Dressur und Gelände das Feld punktgleich angeführt, verschenkten einen Sieg jedoch durch Abwürfe im Springen. Insgesamt landeten acht deutsche Paare unter den ersten elf.

„Ich wusste, dass er in allen Disziplinen gut ist, aber dass es so gut läuft, hat mich doch überrascht“, sagte Julia Krajewski über ihren 16-jährigen argentinischen Wallach, der früher von Frank Ostholt (Warendorf) geritten wurde. Krajewski startete mit 43,7 Minuspunkten aus der Dressur und kam in der Geländeprüfung nur wenig über der erlaubten Zeit ins Ziel. „After The Battle drehte ein fast perfekte Runde, ich hatte ein richtig gutes Gefühl. Am ersten Wasser ist er mir vielleicht ein wenig zu doll zurückgekommen“, sagte Krajewski. Mit einer Nullrunde im Springen unterstrich das Paar seinen Anspruch auf einen Platz im deutschen Aufgebot bei den Europameisterschaften in Luhmühlen Ende August.

Für die zahlenmäßig stark in Malmö vertretenen deutschen Reiter war das CIC***-W zugleich letzte Sichtung für die EM. In Form präsentierte sich auch Mannschafts-Weltmeister Peter Thomsen (Lindewitt) in Malmö und das gleich mit zwei Pferden: Horseware’s Parko und Horseware’s Barny, der zwar besser in der Dressur, aber langsamer im Gelände war. „Das hier ist kein Babykurs, sondern ein reeller Drei-Sterne-Kurs. Die Pferde brauchen schon etwas Erfahrung. Barny war sehr souverän, aber er hält sich noch zu lange in der Luft auf. Am Wasserhindernis, dem C-Teil hinter dem ‚U-Boot, hat er einen Satz gemacht, dass ich beinahe ausgestiegen wäre. Im Hinblick auf Luhmühlen wollte ich ihn auch nicht schneller reiten“, sagte Thomsen. Im Springen blieben beide fehlerfrei. Thomsen landete mit Parko auf Platz sechs hinter seiner Olympia-Teamkollegin Ingrid Klimke, mit Barny wurde er Achter.

Ebenfalls in die Top Ten schaffte es Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo. Die Luhmühlen-Zweite blieb in der Dressur etwas unter ihren Möglichkeiten. „’Wolle’ war in der Dressur übermotiviert, die Zuschauer waren so dicht dran und dann störten ihn die Lautsprecher. Im Gelände war er aber wieder ganz der Alte“, sagte Auffarth. Das Paar wurde Neunter. Zwei Plätze dahinter konnte sich Benjamin Winter (Warendorf), wie Julia Krajewski Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe, mit Wild Thing Z platzieren. „Der Kurs ließ sich flüssig reiten“, sagte er und lobte sein Pferd. „Er hat alles ganz lieb gemacht. Allerdings musste er sich an Sprung eins und zwei auf die Höhe einstellen.“ Anders als von ihnen gewohnt, blieben die beiden nicht innerhalb der erlaubten Zeit. „Ich wollte fehlerfrei reiten, aber nicht wie wild auf Zeit“, sagte Winter, der auf der aktuellen EM-Longlist noch auf der Reserveposition steht.

Ob das so bleibt, darüber wird der Vielseitigkeitsausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) am Montagabend beraten. Dann soll die Entscheidung darüber fallen, welche zwölf Paare die deutschen Farben bei den EM vertreten, auch wenn nicht alle EM-Kandidaten planmäßig in Malmö an den Start gingen. So wurde dem Bundestrainer kurz vorher der Verkauf von Andreas Dibowskis Olympiapferd Butts Leon und Kai Rüders Charlie Weld gemeldet. Außerdem fehlten in Schweden Dirk Schrade (Sprockhövel), der sich vor drei Wochen im Training die Hand gebrochen hatte, sowie die EM-Pferde Calma Schelly von Marina Köhncke (Badendorf) und Little Paint von Frank Ostholt. „Sie sollen jetzt in Bad Harzburg zu einer Formüberprüfung antreten“, sagte Hans Melzer.

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