FEI Weltcup Voltigieren: Platz zwei und drei für Deutschlands Pferdeakrobaten in München
Nach dem Doppelsieg beim Weltcup-Auftakt in Kiel haben die Deutschen Einzelvoltigierer bei der zweiten Station im Rahmen der Munich Indoors in München die ersten Plätze verfehlt.
Der Dominator der Sommersaison unterstrich auch beim ersten Auftritt im Weltcup seine derzeitige Ausnahmestellung. Mit fünf Zehntel Punkten Vorsprung knüpfte Patric Looser nahtlos an seine Leistungen der diesjährigen Europameisterschaft in Le Mans/FRA an und deklassierte das hochkarätige Feld. In beiden Umläufen ließ der 27-jährige Sympathieträger seinen Konkurrenten in der Münchner Olympiahalle keine Chance, verbuchte mit Rossini RS von der Wintermühle und Longenführerin Alexandra Knauf im Endergebnis schließlich die Höchstnote 8,856. Am dichtesten schob sich Sportsoldat Viktor Brüsewitz (8,353) an den Topfavoriten auf den Gesamtsieg heran. Der EM-Bronzemedaillengewinner vom Landesverband Hannover kam zwar in beiden Wertungsdurchgängen nur auf Platz drei, landete auf Cappucino (Longenführer Alexander Hartl) im Gesamtergebnis aber vor den Franzosen Yvan Nousse (8,29), der sich auf Carlos (Elke Schelp) im Finaldurchgang einige Schwächen in der Bewegungsausführung leistete. Der zweite Vertreter des Bundesadlers, Torben Jacobs aus Ganderkesee, musste sich mit Rang fünf (7,823) zufrieden geben. Auch er wurde von Alexandra Knauf an der Longe vorgestellt, turnte seine Küren auf Harry Potter RS von der Wintermühle.
Bei den Damen sorgte die junge Österreicherin Lisa Wild für eine kleine Überraschung. Das 16-jährige Ausnahmetalent aus Salzburg entschied einen finalen Krimi mit drei potenziellen Sieger-Kandidatinnen mit hauchdünnem Vorsprung für sich. Nach dem ersten Platz zum Auftakt reichte der mit spektakulären Kombinationen auftrumpfenden Pferdeakrobatin ein dritter Rang im abschließenden Umlauf. 8,63 Punkte – und damit lediglich 23 Hundertstel mehr als Simone Jaiser aus der Schweiz – rettete Wild auf Robin (Longenführerin Nina Rossin) ins Ziel. Nach Platz zwei in Kiel führt die Österreicherin die Cupserie nun an. Für Sarah Kay aus Schleswig-Holstein, in Kiel noch siegreich, reichte es diesmal nur für Platz drei. Die 18-Jährige erzielte auf ihrem Pferd What’s That und Mutter Andrea Kay an der Longe in der Bayrischen Landeshauptstadt 8,533 Zähler. Die weiteren deutschen Platzierungen: Pia Engelberty (Köln) mit Rossini RS von der Wintermühle (Ines Nawroth) auf Rang sechs, Susanne Schmidt (München) mit Cappucino (Alexander Hartl) auf Platz sieben und Regina Burgmayr (Kastenseeon) mit Alanus (Alexander Hartl) auf Rang neun.
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