Siegerhengste von Cornet Obolensky und Sir Donnerhall
Zwei Mal ausverkauftes Haus und über 25.000 Livestream-Besucher aus über 28 Ländern. Die Süddeutsche Körung 2009 war das Top-Event am letzten Januarwochenende.
Zur Körung sind 64 von 70 zugelassenen dreijährigen Hengste angetreten. 33 Hengste erhielten ein positives Körurteil, elf davon wurden zusätzlich mit einer Prämie ausgezeichnet. Bei der 6. Auflage der Süddeutschen Körung stellte einmal mehr Sir Donnerhall den Dressursieger. Mit einer atemberaubenden Trabmechanik begeisterte sein Sohn aus einer Mutter von Lanciano die Körkommission und das Publikum. Leichtfüßig und mit viel Ausstrahlung setzte er sich in Szene. Auch sein Typ ließ keine Wünsche offen – ein strahlender Körsieger der Dressurfraktion. Züchter ist Josef Sichler aus Grassau. Aussteller war Georg Albert aus München. Er kaufte den Körsieger vor drei Jahren auf der Fohlenauktion in München-Riem. 2009 ging der Körsieger zum zweiten Mal in München über die Auktion: Für 210.000 Euro ersteigerte das Landgestüt Zweibrücken gemeinsam mit Kurt Gravemeier den Strahlemann.
Mit einer glatten 10,0 für das Freispringen wurde der Springsieger benotet: Der Sohn des Cornet Obolensky aus einer Mutter von Acorado trägt ebenfalls das bayerische Brandzeichen. Für seinen Züchter, Anton Schindele aus Unterthingau, war es ein doppelter Erfolg: Er ist Züchter und Ausbilder des Hengstes. Im Besitz ist der „Ausnahmemodellathlet“, wie ihn FN-Ausbildungsleiter Christoph Hess betitelte, von Springreiter Daniel Dassler aus Buchenberg. Der Springsieger wird im Landgestüt Schwaiganger in den Deckeinsatz gehen.
Die Schärpe des ersten Reservesiegers erhielt ein Sohn des Dr. Jackson aus einer Mutter von Heraldik xx. Der bildhübsche Schwarzbraune hat einen dynamischen Bewegungsablauf und glänzt mit seiner überragenden Trabmechanik. Rolf Rittmann aus Kürnsbach hat den ersten Reservesieger gezüchtet, er wurde von Dr. Heribert Dammer aus Bretten ausgestellt. Der Hengst wird künftig auf dem Ferienhof Stücker in Weeze wirken.
Auf den Spuren seines Vaters wandelt der zweite Reservesieger: Im Jahr 2005 wurde der Gribaldi-Sohn Unee in München gekört. 2009 stellte der Zuchthof Wadenspanner einen Unee-Sohn aus einer Mutter von Piaster vor. Der Rapphengst aus der Zucht von Dr. Johann Bergmeier aus Siegenburg hat sehr viel Bewegungsqualität. Besonders hervorzuheben ist sein raumgreifender und taktsicherer Schritt. Der zweite Reservesieger wird auf der Station Wadenspanner sicherlich viel Nachfrage haben.
Auktion: 250.000 Euro für den Prämienhengst von Cornet Obolensky
Auf der abschließenden Auktion ersteigerte das Reitsportzentrum Massener Heide aus Unna – bereits Einkäufer auf zahlreichen Körungen in Norddeutschland – für 250.000 Euro den Prämienhengst von Cornet Obolensky/Stakkato. Glücklich schätzen kann sich Landstallmeister Dr. Matthias Görbert, denn er konnte den Hengst für das Landgestüt Moritzburg anpachten. Ebenfalls nach Unna zugeschlagen wurde ein springgewaltiger Sohn des Quinar aus einer Mutter von Calido. Dieses Mal fiel der Hammer bei 85.000 Euro.
In Kauflaune war die Abordnung des Landgestütes Zweibrücken in München. Sie ersteigerte nicht nur den Dressursieger für 210.000 Euro, sondern auch einen Sohn des Stakkato aus einer Mutter von Zacharias für 58.000 Euro. Der Hengst imponierte nicht nur beim Freispringen, ausschlaggebend für diesen Kauf war die Vorstellung des Stakkato-Sohnes an der Longe. Teuerster nicht gekörter war ein Sohn des Chacco-Blue aus einer Ahorn-Mutter. Er brachte seinem Züchter Rudolf Kühnle aus Frankenhardt 25.000 Euro in die Kasse.
Die 40 angebotenen Hengste wurden von Hendrik Schulze Rückamp im Schnitt für 34.613 Euro zugeschlagen (Durchschnitt gekörte Hengste: 47.292 Euro, nicht gekörte: 15.594 Euro). Zahlreiche Dressur- und Springausbildungsställe aus der gesamten Republik bedienten sich mit hoffnungsvollen Nachwuchstalenten in München.
Jacob Schmid, Geschäftsführer der Süddeutschen Pferdezuchtverbände Vermarktungs GmbH zeigte sich mit dem Ergebnis hoch zufrieden:“ Wir haben eine Steigerung des Spitzenpreises von 150.000 auf 250.000 Euro. Den Durchschnittspreis vom letzten Jahr haben wir fast gehalten – es fehlen 6 Euro. Mehr kann man bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht erwarten.“
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