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Große Hengstschau mit 55 Beschälern voller Erfolg

Im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf findet die Frühjahrskörung und die große Trakehner Hengstschau statt! 13 dreijährige Hengste und drei englische Vollblüter stellten sich der Körkommission um Zuchtleiter Lars Gehrmann.

  
Nach der zweitägigen Überprüfung der Grundgangarten, des Springvermögens und der Qualität des Exterieurs wurden Perlentaucher v. Donaufischer-Latimer und Kiton xx v. Lando xx-In the Wings xx gekört. Invincible Sir v. Best before Midnight-Padrons Mahogany ox und Albaran xx v. Sure Blade xx-Königsstuhl xx erhielten die Anerkennung zur Zucht. Lars Gehrmann urteilte über die neuen Vererber: „Perlentaucher ist ein sehr typstarker Hengst mit edler Abstammung, Invincible Sir führt zu 75 Prozent das Blut des Angloarabers und ist deshalb hoch interessant. Kiton xx ist ein Vollblüter mit Verstärkerformat, der bereits fast in der gesamten Bundesrepublik anerkannt ist und Albaran xx ist ein Blüter mit Ausnahmequalität, der eine überragende Eigenleistung vorweisen kann.“

Zweites Highlight des Trakehner Wochenendes war die 11. Trakehner Hengstschau, die in bewährter Manier vom Zuchtbezirk Westfalen unter der Leitung des Vorsitzenden Dr. Hans-H. Becker organisiert wurde. Bei keiner anderen Veranstaltung erhalten die Züchter, die nicht nur aus der gesamten Republik, sondern auch aus Dänemark, den Niederlanden, Frankreich, Österreich, der Schweiz und aus England angereist waren, einen derart umfassenden Überblick über die aktuellen Trakehner Beschäler! Und so gaben sich unter anderem die Besten die Ehre: Der amtierende Siegerhengst Iskander vom Haupt- und Landgestüt Marbach in Baden-Württemberg präsentierte sich gemeinsam mit seinem kapitalen Vater Le Rouge. Zahlreiche Prämienhengste zeigten ihre vorbildliche Entwicklung unter dem Sattel: Kronprinz v. Hohenstein bestach mit einer beeindruckenden Bergauf-Galoppade, Ovaro ebenfalls v. Hohenstein hat sich unter Karin Winter-Polac zu einem mächtigen Sportler entwickelt und die besonders Ausgezeichneten der Körung 2008, Düsterberg v. Distelzar, Reservesieger Prince Patmos v. Patmos und Delikat v. Herzfunke ließen ihr Potenzial für große Aufgaben deutlich aufleuchten. Der siebenjährige Impetus v. Vivus überraschte die Gäste mit einem herausragenden Entwicklungsschub und hat sich zu einem Athleten besonderer Güte gemausert, Alena Kempkens ging mit dem Braunen, der zudem noch eine blendende Hengstleistungsprüfung abgelegt hat, in der vergangenen Saison zwölf Mal in A- und L-Prüfungen an den Start und stand zehn Mal auf Platz eins!

Imposantes Können am Sprung zeigte unter anderem der zehnjährige Bel Espace Go v. Maizauber mit Anna-Maria Jakobs, Takashi Haase pilotierte gewohnt gelassen Springwunder Hirtentanz v. Axis über die Hölzer und Ann-Kathrin Strangarits überwand mit den Abdullah-Söhnen Alaskatraum und Schneesturm beeindruckende Abmessungen.

Zahlreiche Vater-Sohn-Kombinationen begeisterten die Zuschauer: Rappe Kasparow v. Sixtus war mit seinem Spross Redecker erschienen, Interconti v. Consul tanzte mit Nachtruf durch das Viereck und engstens verwandt gaben sich Glenn Grant v. Buddenbrock und Reservesieger Editorial v. Connery unter Anna-Sophie Fiebelkorn die Ehre.

Und natürlich dürfen bei einer Trakehner Hengstschau die ganz großen Namen nicht fehlen: Siegerhengst Monteverdi v. Partout sprang mit Valerie Hüttner fliegende Wechsel wie ein Uhrwerk und Dirk Pohlmann und Siegerhengst Münchhausen v. Hohenstein brillierten mit Dressur auf höchstem Niveau. Gleiches tat die Finnin Terhi Stegars: Mit dem Rappen Axis v. Sixtus ist die Nationenpreisreiterin in den vergangenen Saisons so erfolgreich unterwegs gewesen, dass ihr an dem Wochenende das Siegel der Trakehner Sportpferdeförderung, TSF, verliehen wurde. Kader-Reiterin Carola Koppelmann und der typvolle Interburg v. Hohenstein zeigten wie spielerisch einfach die anspruchsvollsten Dressur-Lektionen aussehen können und auch Friederike Peters und ihr ausdrucksstarker Hofrat v. Gribaldi glänzten mit schwersten Aufgaben, ebenso wie die Verbandsvorsitzende Petra Wilm mit ihrem Leistungsgarant King Arthur v. Buddenbrock. Zum großen Finale traten alle sechs Hengste, Monteverdi, Münchhausen, Axis, Insterburg, Hofrat und King Arthur noch einmal gemeinsam auf – eine Gänsehaut-Darbietung, die von den Zuschauern mit stehenden Ovationen honoriert wurde!

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