Auch wenn es normalerweise ein eher theoretisches Problem ist, kann es doch auch beim Forex-Handel wie im Januar 2015 bei der Entkopplung des CHF vom EUR zu großen Kurssprüngen kommen, die Forex-Trader in den finanziellen Ruin getrieben haben.
Da hilft dann auch kein Margin Call, wenn der Handel ausgesetzt wurde.
Jetzt wird unter http://www.reiterpost.de/bester-forex-broker/ betont, dass man einen Broker wählen sollte, der keine Nachschusspflicht hat. Gleichzeitig wird GKFX empfohlen, die in ihren AGB ausdrücklich auf eine Nachschusspflicht hinweisen. Wie passt das zusammen?
Wer kann einen Broker ohne Nachschusspflicht empfehlen, der es auch erlaubt, in Metatrader Signale von mql5.com zu abonnieren?
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Hm, ich habe bei meinem aktuellen Broker auch extra nachgefragt, ob die Nachschusspflicht ausgeschlossen wird. Dabei habe ich die Info erhalten, dass ich nicht für mögliche negative Kontostände „haften" muss. Mag den bisherigen Berichten zufolge vielleicht eine Ausnahme sein. Ich sage mal nicht den Namen, es ist aber ein bekannterer Anbieter aus dem Ausland. Ich plane aber einen Wechsel zum einem deutschen Portal. Hier sollte ja eigentlich der BaFin-Regelung nach bald alles wirklich sicher sein, wenn ich das richtig gelesen habe.
Klar gibt's noch Broker mit Nachschusspflicht. Nur muss man dazu die AGBs lesen. Der Begriff „Negative Balance Protection" bedeutet meist nur, dass der Broker mit Margin Call und Stop Out Level arbeitet, was aber bei einem Gap wie zuletzt bei der Frankreichwahl nicht viel hilft.
Da würde ich nicht blind auf die Kulanz des Brokers vertrauen, wenn er eine Nachschusspflicht nicht generell ausschließt. Ein Bekannter hatte da bei GKFX einen Kontostand von -5.700 €, die er aber wohl nicht zahlen musste.
Gibt es eigentlich überhaupt noch Broker mit Nachschusspflicht? Also mal ganz ehrlich und naiv gefragt? Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich zuletzt Angebote gesehen habe, bei denen das nicht der Fall war. Und ich habe nicht gezielt danach gesucht. Jedenfalls käme für mich auch nie etwas anderes in Frage. Dafür ist mir das Trading schon so rikant genug. Ich bin dann doch eher ein Freund der kleinen Schritte (Gewinne).
Ist zwar jetzt schon eine ältere Frage, aber ich habe am Wochenende einen Artikel gelesen, dass zumindest deutsche Broker zukünftig beim CFD Handel wohl laut einer neuen Richtlinie der BaFin ausschließen müssen. Wenn ich es richtig verstanden habe, müssen die Broker jetzt binnen drei Monaten auf die neue Rechtlage reagieren. Zumindest Kunden deutscher Anbieter würde sich die Frage dann ja bald nicht mehr stellen
Nun, jeder Broker schützt mit Margin Call und Stop Out in gewissem Maß vor negativem Kontostand. Dass das nicht immer hilft, schreibt GKFX explizit in seinen AGB:
„GKFX hat zwar auf seinen Systemen ein automatisches Stop-Niveau installiert, das alle Transaktionen liquidiert, wenn
Ihr Eigenkapital, das heißt Ihr Barsaldo plus Ihr o ener Gewinn/ Verlust, weniger als 10 % der Gesamteinschusszahlung für alle Ihre Transaktionen beträgt, aber das schützt nicht immer vor einem negativen Kontostand, zum Beispiel
im Fall von „Gapping“ des Marktes."
Und weiter:
„Wenn aber einer der folgenden Punkte zutri t, wird die Negative Balance Protection (Schutz vor negativen Kontosalden) nicht anwendbar sein: […] Abnorme Preisbewegungen durch extreme Volatilität".
Da das schon praktisch passiert ist, ist es nicht theoretischer Natur.
Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass man bis zu 10.000 € nicht erstatten müsste – für den „Kleintrader" ist das sicherlich ausreichend.
Da mag sich jeder selbst ein Urteil bilden – ich empfehle lieber Broker, die dem Kunden auch das anscheinend „theroetische" Risiko nicht zumuten.